Beim Babyschwimmen sind Babys ganz in ihrem Element. Mit viel Spaß, Urvertrauen und einer ganzen Portion Neugier entdecken sie begeistert das Wasser mit allen Sinnen. Wenn du mit deinem Baby einen Babyschwimmkurs besuchen möchtest, bieten sich dir viele Möglichkeiten, oft ganz in deiner Nähe.

Das wöchentliche Babyschwimmen in der Gruppe, mit anderen Babys und ihren Müttern gemeinsam, gibt es in Deutschland bereits seit den 70 er Jahren. Das spritzende Nass hat eine positive Wirkung auf dein Baby. Dir schenkt die Bewegung im Wasser Fitness und Rückbildung nach der Schwangerschaft.

Durch die gemeinsamen Erfahrungen beim Babyschwimmen wird die emotionale Bindung zwischen dir und deinem Kind intensiviert. In einer Gruppe mit anderen Eltern und ihren Babys sind viel Spaß eine Menge kleinere oder größere Entwicklungsfortschritte fast schon garantiert.

Wann sollte ich mit dem Babyschwimmkurs beginnen?

Die meisten Säuglinge mögen Wasser sehr gerne und ihnen macht Plantschen, Spielen und Tauchen riesige Freude. Darum beginnen viele Babyschwimmkurse für Säuglinge ab der achten bis zwölften Lebenswoche. Toll für dein Baby ist, dass es seinen Bewegungsspielraum im Wasser erweitern kann.

Es ist also besonders zu empfehlen, dein Baby schon früh an das Wasser zu gewöhnen und ihm die Möglichkeit zu geben dabei immer mehr Sicherheit und Eigenkompetenz zu gewinnen.

Schließlich ist es für dein Baby einfacher schwimmen zu lernen. Mit ca. drei Jahren schafft deinem Kind durch die Teilnahme am Babyschwimmen sein Seepferdchen spielend. Viele Kinder zeigen mehr Selbstbewusstsein, wenn sie früh schwimmen gehen und profitieren in ihrerGesamt-entwicklung.

Was ist der bester Zeitpunkt für den Beginn des Babyschwimmkurses?

Dein Baby hat bis zu seiner Geburt im Wasser seine ersten Erfahrungen gemacht und es fühlt sich besonders während den ersten neun Lebensmonaten dem Wasser noch sehr intensiv verbunden. Also entwickelt das Babyschwimmen seine Fähigkeiten ganz natürlich weiter.

Das Babyschwimmen bietet deinem Baby und dir viele positive Erlebnisse und Erfahrungen. (Foto: firstview_digital_signage / pixabay.com)

Der Tauchreflex ist bei deinem Säugling in den ersten Lebenswochen noch sehr intensiv ausgeprägt und stimuliert seinen Parasympathikus. Er stoppt die Atmung und reduziert Herzschlag und Blutkreislauf deines Babys beim Eintauchen ins Wasser.

Bis zu sechsten Lebensmonat verfügt dein Baby auch über den Atemanhalte-Reflex . Dadurch hält dein Baby beim unter Wasser tauchen reflexartig die Luft an. Der Reflex verhindert, dass dein Baby Wasser einatmet oder schluckt.

Dieser Zeitpunkt in der Entwicklung deines Babys ist für den Start des Babyschwimmens ideal. Es schluckt kein Wasser, wenn es im ins Gesicht spritzt oder es mal neugierig unter Wasser taucht. Älteren Babys gehen diese Reflexe verloren und sie haben diesen Schutz nicht mehr.

Wie bereite ich mein Baby auf das Babyschwimmen vor?

Bestimmt ist dein Baby schon eine geborene Wasserratte. Das Spielen und Plantschen in der Badewanne oder im Sommer im Planschbecken übt auf fast alle Kinder von Geburt an eine besondere Faszination aus. So geschieht ganz spielerisch und ohne Druck eine positive Wassergewöhnung.

Dabei kannst du auch schon zu Hause beim beim Spielen und Plantschen im Badewasser Nähe und Körperkontakt zu deinem Baby aufbauen. So fühlt es sich beim Schwimmkurs im Babybecken in deiner Nähe sicher, vertrauensvoll und sammelt mutiger neue Erfahrungen im Wasser.

Wenn du dir noch unsicher bist oder dein Baby nicht so ganz fit ist, dann ist es besser, wenn du vor der Anmeldung zum Babyschwimmen mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt sprichst. So hast du die Möglichkeit den Babyschwimmkurs zum richtigen Zeitpunkt zu starten, ohne ihn vielleicht wieder absagen zu müssen.

Welche Wirkung hat das Babyschwimmen auf mich und Kind?

Das Babyschwimmen hat einen ganzheitlich positiven Einfluss auf dein Baby und dich. Durch den höheren Bewegungsspielraum, ohne das Gefühl des Körpergewichts im Wasser, werden die Koordinationsfähigkeit und das Körpergefühl bei deinem Baby besonders angeregt.

Dadurch erfährt dein Baby eine Stärkung von Muskulatur und Muskeltonus. Seine Wassersicherheit verbessert sich und es kommt zu einer Stärkung seines zentralen Nervensystems. Damit verbessert sich auch die Selbstregulation der Sinnesorgane im Organismus deines Babys.

Besonders während seiner ersten beiden Lebensjahre spielt die Entwicklung der Sinneswahrnehmung eine zentrale Rolle bei deinem Baby. Nach dem Schwimmen und Turnen im Wasser ist dein Baby meistens ganz entspannt und müde. Oft schläft es schon auf dem Weg nach Hause ein.

Fördert das Babyschwimmen mein Baby bei Entwicklungsverzögerungen?

Vor allem für das Wohlbefinden und auch für die Entwicklung deines Babys ist es wichtig, dass ihm das Schwimmen im Wasser Spaß macht und dass seine Ängste vor dem Wasser abgebaut werden. Im dauerhaften Körperkontakt mit dir gewinnt es dabei Sicherheit und Motivation.

Die meisten Babys plantschen und spielen mit Begeisterung im Wasser. (Foto: StockSnap / pixabay.com)

Die Entwicklungsschritte im Säuglings- und Kleinkindalter sind individuell. Vielleicht dauert es bei deinem Kind etwas länger bis es plötzlich ganz stolz einen Entwicklungsschub macht. Auf diesem natürlichen Weg kann deinem Baby ein spielerisches und erwartungsfreies Babyschwimmen helfen.

Viele Babyschwimmkurse haben unterschiedliche Schwerpunkte und Ziele. Bei allen Kursen erhalten die Koordinationsfähigkeit und die Fein- und Grundmotorik deines Babys beim Schwimmen viele neue Aktionsimpulse. Alle Kurs bieten auch ein Kommunikationstraining auf der verbalen und nonverbalen Ebene.

Wie läuft ein Babyschwimmkurs ab?

Der Ablauf ist je nach Schwerpunkt von Babyschwimmkurs zu Babyschwimmkurs unterschiedlich. Grundsätzlich beginnt der Schwimmkurs mit dem Umkleiden. Ideal ist es, wenn das Schwimmbad einen Wickeltisch hat, wo du deinem Baby eine Schwimmwindel anziehen kannst.

Was sollte ich vor dem Schwimmen beachten?

Nach dem Duschen sollte es entspannt und vom Erfahrungsstand deines Babys ausgehend, mit dem Wasser Kontakt bekommen. Falls es die Dusche nicht mag, hast du auch die Möglichkeit einen nassen Waschlappen zu benutzen oder vorsichtig etwas warmes Wasser mit deiner Hand über seine Haut fließen zu lassen.

Je nach Temperatur im Schwimmbad ist es gut, wenn du dein Baby in ein Kaputzenhandtuch oder einen Bademantel einkuschelst. Es sollte auch nicht länger als ca. 30 Minuten im Wasser bleiben, weil es sehr schnell auskühlt. Ideal fürs Babyschwimmen ist eine Wassertemperatur von 32-34 Grad Celsius besonders in der Therme.

Was passiert mit meinem Baby im Wasser?

Zu Beginn des Babyschwimmens gewöhnst du dein Baby, individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmt, an das Wasser im Babybecken. Nach und nach bekommt es immer mehr Mut um, von dir mit einem speziellen Griff gehalten, zu schwimmen, zu kraulen und unter Wasser zu tauchen.

Daher braucht dein Baby beim Babyschwimmen keine Schwimmflügel. Von dir im oder unter Wasser gehalten und in ständigem Körperkontakt mit dir, kann dein Baby gemeinsam mit den anderen Babys und ihren Eltern singen, mit Wasserspielzeug spielen und im Wasser turnen.

Die Kursleiterin oder der Kursleiter bietet deinem Baby während der Schwimmstunde viele verschiedene Wahrnehmungs- und Bewegungsreize an. Gemeinsame Lieder und Singspiele mit, von Stunde zu Stunde wechselnden, Wasserspielmöglichkeiten runden das Programm ab.

Was sollte ich nach dem Babyschwimmen beachten?

Auch wenn dein Baby am liebsten im Wasser bleiben möchte, sollte es beim Schwimmen nicht auskühlen und nach einer haben Stunde wieder aus dem Babybecken heraus kommen. Es ist am besten, wenn du es nach dem Abtrocknen in seinen Bademantel oder das Kapuzenhandtuch hüllst.

Bei Babyschwimmen sollte eine gute Vertrauensbasis zwischen dir, deinem Baby und dem Schwimmkursleiter bestehen. (Foto: McStone / pixabay.com)

Beim anschließenden Duschen ist es wichtig, dass das Chlorwasser gut vom der empfindlichen Haut deines Babys abgewaschen wird. Wahrscheinlich ist dein Baby nach dem Schwimmen entspannt und müde und hat vielleicht auch Hunger. Gut, wenn du sein Fläschchen dabei hast.

Entspannter läuft das Duschen und Anziehen nach dem Babyschwimmen ab, wenn du ausreichend Zeit mitbringst. Besonders während der kalten Jahreszeit kannst du in Ruhe die Haare deines Babys föhnen und gelassener auf seine Bedürfnisse eingehen.

Woran erkenne ich einen guten Schwimmkurs für Babys?

Bei dem oft breiten Angebot an Schwimmkursen für Babys, hast du die Möglichkeit den Kurs, der am besten für dein Baby passt, auszuwählen. Manche Veranstalter bieten meistens vormittags auch eine Schnupper- oder Probestunde an, damit du schauen kannst ob der Kurs für dein Baby passt.

Möchtest du mit deinem Baby auch ohne Kurs schwimmen oder in die Sauna gehen? Beim Schwimmen lernen mit Anleitung durch eine Hebamme oder eine Schwimmlehrerin hat dein Baby einen geschützten Raum, um seine ersten Schwimmenerfahrungen in der Schwimmhalle zu machen.

Ein guter Schwimmkursleiter sollte altersgemäße, pädagogische Fähigkeiten mitbringen und einen guten Bezug zu deinem Baby aufbauen können. Er zeigt Transparenz bezüglich seiner Ausbildungen und Kompetenzen. Seine Aufgabe ist es auch, dir Sicherheit beim Schwimmen mit deinem Baby zu vermitteln.

Wer bietet Schwimmkurse für Babys an?

Der DLRG und öffentliche Schwimmbäder bieten oft qualitativ hochwertige Schwimmkurse für Babys an. Die Kosten für die Ausbildung guter Schwimmlehrer sind hoch und der Begriff Schwimmlehrer ist in Deutschland nicht geschützt. Darum ist es gut, wenn du den Babyschwimmkurs mit Bedacht prüfst.

Weitere, oft gut qualifizierte, Anbieter von Schwimmkursen für Babys sind:

  • Hebammen
  • Schwimmlehrer für Babys und Kleinkinder
  • Schwimmschulen für Babys (Delphin Schwimmschule)
  • Frühförderzentren

Darf mein Baby mit Neurodermitis zum Babyschwimmen gehen?

Wenn dein Baby mit Neurodermitis zu tun hat, fällt dir die Entscheidung, es zum Schwimmkurs anzumelden, bestimmt nicht leicht. Vielleicht befürchtest du, dass seine Haut durch das Chlorwasser austrocknen könnte und dass es sich kratzt. In jedem Fall ist es besser, wenn du deinen Kinderarzt fragst.

Wenn dein Kinderarzt grünes Licht gibt, dann hat das Babyschwimmen viele Vorteile für dein Baby und kann ganzheitlich für mehr Entspannung und Ausgleich sorgen. Das Atemsystem entwickelt sich besser. Asthma, welches viele Kinder mit Hauterkrankungen entwickeln können, wird dadurch möglicherweise vorgebeugt.

Das Immunsystem deines Babys wird unterstützt und seine Widerstandskraft gegen Infektionen kann steigen. Vielleicht kannst du deinem Kinderarzt nach einer guten Creme für die betroffenen Hautstellen fragen, und seine Haut nach dem Schwimmen schützend eincremen.

Wann sollte mein Baby nicht schwimmen gehen?

Wenn dein Baby im Wasser sehr weint und sich gar nicht beruhigen lässt, tut es ihm nicht gut zum Babyschwimmen zu gehen. Vielleicht zeigt es auch Angst vor dem Wasser. Die Teilnahme am Kurs würde nur immer mehr Stress und Ablehnung verursachen.

Es gibt auch medizinische Gründe, bei denen der Kinderarzt dir vom Babyschwimmen abrät. Vielleicht brütet auch nur etwas aus oder es hat eine Mittelohrentzündung, Fieber oder eine dicke Erkältung. Dann ist es für dein Baby heilsamer, wenn es zu Hause bleibt und erst einmal wieder fit wird.

Ein großes, kuschelig weiches Kapuzenhandtuch schenkt deinem Baby Wärme und Geborgenheit beim Babyschwimmen. (Foto: annca / pixabay.com)

Auch nach Impfungen fühlt sich dein Baby nicht immer gleich wieder wohl. Vielleicht kränkelt es etwas und braucht Zeit, um sich zu erholen. Dabei ist es sinnvoller, wenn du mal eine Stunde beim Babyschwimmen ausfallen lässt. Wenn es deinem Baby wieder gut geht, ist es erneut mit Begeisterung dabei.

Wie lange dauern die Schwimmkurse und was kostet sie?

Angebot für Babyschwimmkurs gibt es in fast jeder Stadt und Gemeinde. Die Kurse für Babys finden meistens regelmäßig über mehrere Stunden wöchentlich in einem Zeitraum von 15 bis 20 Stunden statt. Dabei kannst du mit Kosten vom ca. 80 bis 100 Euro rechnen.

Manche Anbieter von Schwimmkursen für Babys bieten auch einen Infotag oder eine Kontaktmöglichkeit an, um dir die Gelegenheit zu geben, dich über den Kurs zu informieren und eventuelle entstandene Fragen zu klären. So kannst du mit deinem Baby ganz entspannt sein, wenn der Kurs losgeht.

Eingekuschelt in ein weiches Handtuch fühlt sich dein Baby wohl und kühlt nicht aus. (Foto: PublicDomainPictures / pixabay.com)

Für manche Babyschwimmkurse brauchst du eine Bescheinigung von Arzt, dass dein Kind gesund ist und den Kurs besuchen darf. Dieses Attest stellt dir dein Kinderarzt aus, nachdem er sich dein Baby angeschaut hat. Leider ist diese Bescheinigung nicht kostenlos.

Was braucht mein Baby fürs Babyschwimmen?

Dein Baby möchte sich wohlfühlen, gesund sein und du solltest es während der Wintermonate gut und warm einpacken. Damit ihr das Babyschwimmen glücklich und erfolgreich erlebt, ist es gut, wenn du folgende Sachen in der Schwimmtasche mit zum Kurs nimmst:

  • Aqua Windel
  • Badehose (nicht überall unbedingt notwendig)
  • Bademantel
  • Handtuch mit Kapuze
  • Cremedusche
  • Bodylotion
  • Babycreme
  • Fläschchen
  • Wickeltasche
  • Etwas zum Spielen (lenkt dein Baby beim Umziehen ab)
  • Fazit

Fast alle Babys haben beim Spielen, Plantschen, Schwimmen und Tauchen und im Wasser ganz viel Spaß. Das frühe Schwimmen mit deinem Baby in der Gruppe, mit anderen Babys und ihren Eltern, wird dir aus pädagogischer und medizinischer Sicht häufig besonders empfohlen.

Spielerisch erweitert dein Baby beim Babyschwimmen seinen Bewegungsspielraum und erfährt sehr motiviert die ganzheitlichen Förderung seiner körperlichen, seelischen, geistigen, sozialen und kommunikativen Entwicklung. Ebenfalls wird es angeregt seine Umwelt selbstbewusst und mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Bildquelle: Jessica To’oto’o / unsplash.com

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