Ab wann schlafen Babys durch? Wertvolle Tipps für eine ruhige Nacht

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Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2021

Du hast unruhige Nächte, weil dein Baby ständig aufwacht? Du machst dir Sorgen, warum dein Baby nicht länger durchschläft? Es ist ein ganz natürlicher Elterninstinkt, sich um sein Baby zu sorgen. Du möchtest, dass es deinem Baby rundum gut geht und dass es sich pudelwohl fühlt.

Wir möchten dich dabei bestmöglich unterstützen und dir wertvolle Informationen an die Hand geben. In unserem Artikel bekommst du hilfreiche Tipps, mit denen du den Schlaf deines Babys verbessern kannst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Mensch ist individuell und dadurch hat jeder seinen eigenen Wach- und Schlafrhythmus. Auch bei Babys muss sich dieser Rhythmus erst einpendeln und kann sich durchaus von dem der Eltern unterscheiden.
  • Mit ein paar einfachen Handgriffen kannst du die Schlafumgebung deines Babys anpassen und es so dabei unterstützen, besser durchzuschlafen.
  • Mit festen Abendritualen vermittelst du deinem Baby Sicherheit und Geborgenheit. Entwickle dein eigenes Ritual, welches täglich die Schlafenszeit einläutet.

Durchschlafen bei Babys: Was du wissen solltest

Ausreichend Schlaf steigert das Wohlbefinden und wenn es dir gut geht, geht es auch deinem Baby gut. Denn die Kleinen spüren, ob du entspannt bist und werden dadurch selbst ruhiger.

Ist es wichtig, dass mein Baby die Nacht durchschläft?

Es gibt viele Gründe, warum dein Baby die Nacht noch nicht durchschläft. In der Regel musst du dir aber keine Sorgen machen. Babys folgen ihren ganz eigenen Schlafmustern, welche wir dir im Folgenden genau erklären.

Weitere Gründe können sein, dass dein Baby beginnt zu zahnen oder Bauchschmerzen hat. Wenn dein Baby wirklich krank ist, wirst du die Symptome auch tagsüber erkennen und solltest unbedingt zum Arzt gehen.

Ab welcher Woche schlafen Babys in der Regel durch?

Babys brauchen zu Beginn sehr viel Schlaf, in der Regel 16 – 18 Stunden, die sich über den ganzen Tag verteilen. (1) Dabei lassen sich Schlafmuster beobachten, welche sich wie folgt unterscheiden:

Neugeborene zwischen 0 und 2 Monaten haben kurze Schlafintervalle von 50 – 60 Minuten.

So stellt die Natur sicher, dass sie ihre Bedürfnisse wie Hunger oder Durst bemerken und aufwachen. Nach dem Einschlafen fallen sie in die sogenannte REM-Phase, in welcher das Gehirn hochaktiv ist. Es verarbeitet die Eindrücke des Tages und speichert sie ab. Darauf folgt der ruhige Tiefschlaf, welcher dem Zellaufbau und der Regeneration des Körpers dient. (2)

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Damit Babys gut schlafen, ist es wichtig, dass sie sich in ihrem Bett sicher und geborgen fühlen. Eine ruhige Umgebung und wohlige Atmosphäre helfen dabei. (Bildquelle: Nynne Schrøder / Unsplash)

Ab einem Alter von 3 Monaten schlafen Babys insgesamt länger, im Durchschnitt etwa 5 Stunden. Auch die einzelnen Schlafintervalle verlängern sich auf 70 – 75 Minuten. Nach dem Einschlafen und der REM-Phase geht der Körper in den Leichtschlaf und anschließend in den Tiefschlaf über. Dieses Schlafmuster hält in der Regel bis zum 9. Monat an. (3)

Ab dem 9. Lebensmonat beginnen Kleinkinder, in Bildern zu träumen. Ihr Schlaf wird lebendiger, weshalb sie zum Teil öfters nachts aufwachen. Dennoch sind sie jetzt in der Lage, mehrere Schlafintervalle hintereinander durchzuschlafen.

Die Länge von circa 70 Minuten bleibt bestehen, wenngleich sich der Zyklus nochmals leicht verändert hat. Nach dem Einschlafen fällt der Körper zunächst in den Leichtschlaf und danach in den Tiefschlaf. Nach der darauffolgenden REM-Phase beginnt der Kreislauf erneut. (3)

Warum schläft mein Baby noch nicht durch?

Es gibt nicht den einen richtigen Weg.

Viele Faktoren beeinträchtigen den Schlaf. Jeder Mensch hat seinen individuellen Wach- und Schlafrhythmus. Dieser braucht Zeit, um sich einzupendeln. Durch feste Rituale kannst du dein Baby dabei unterstützen. Wir haben dir nachfolgend die hilfreichsten Tipps zusammengestellt.

Kann mein Baby lernen durchzuschlafen?

Es ist sehr hilfreich, wenn du zusammen mit deinem Kind einen festen Rhythmus entwickelst. Regelmäßiges Stillen, ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft, feste Spielzeiten, das besondere Kuscheltier und Zu-Bett-Geh Rituale können sich positiv auf den Schlaf auswirken.

Schläft mein Baby im eigenen Zimmer besser durch?

Das eigene Zimmer ist insbesondere ratsam, wenn ein Elternteil schnarcht. Die Lautstärke dabei kann im Extremfall mit der eines Rasenmähers (4) verglichen werden. Eine dauerhaft hohe Geräuschkulisse kann das Baby beim Schlafen stören und in Folge dessen sein Wohlbefinden beeinträchtigen. Wenn dein Kind in seinem eigenen Zimmer schläft, kannst du es mit einem Babyphone überwachen.

Wenn dein Baby in einem eigenen Zimmer schläft, dann kannst du mithilfe eines Babyfons seinen Schlafrhythmus verfolgen. (Bildquelle: 123rf / serezniy)

Ein weiteres wichtiges Merkmal für die optimale Umgebung ist ein angenehmes Raumklima. Idealerweise lüftest du vor und nach dem Schlafen, da frische Luft und Sauerstoff für den Körper wichtig sind.

Auch die Wärmeentwicklung durch Schlafanzug, Bettdecke und Heizung sollte miteinander in Einklang gebracht werden. Sowohl Frieren als auch Schwitzen können sich negativ auf den Schlaf auswirken.

Außerdem sollte dein Baby sein Bett als Ort des Schlafens wahrnehmen. Wenn es hinein gelegt wird, wird dem Gehirn signalisiert, dass jetzt Schlafenszeit ist. Der Körper fährt herunter und bereitet sich auf das Einschlafen vor. Auch ein Nachtlicht kann die wohlige Atmosphäre begünstigen. Für andere Aktivitäten wie Spielen oder Toben gibt es eigene Bereiche im Haus und im Garten.

Wie helfe ich meinem Baby beim Einschlafen?

Wir haben dir im Folgenden einige Tipps zusammengestellt, um deinem Baby das Einschlafen zu erleichtern. Nicht jeder Weg funktioniert immer, sei daher geduldig und probiere verschiedene Möglichkeiten aus. Was heute nicht funktioniert, hilft vielleicht morgen.

Möglichkeiten Wirkung Wie kann ich das umsetzen?
Kuscheln Gefühl des Wohlbefindens und der Geborgenheit Baby in den Arm nehmen und sanft hin- und herwiegen. Der Hautkontakt und die körperliche Wärme sind besonders wertvoll.
Vorsingen Die elterliche Stimme kennt das Baby bereits seit dem Mutterleib. Sie schafft Vertrauen und vermittelt Sicherheit. Es geht weniger um den Text, sondern vielmehr um den Klang der Stimme. Auch Sprechen in einer ruhigen Stimmlage beruhigt dein Baby.
Sanfte Naturklänge Entspannung und innere Ruhe Leises Rauschen des Waldes oder Meeresrauschen auf einer CD im Hintergrund ablaufen lassen.
Ätherisches Öl Lavendelduft wirkt entspannend und beruhigend Unbedingt spezielle Babyöle verwenden und genau an die medizinischen Angaben halten. Vorsicht bei Allergien!

Unser Tipp für eine ruhige Nacht

Feste Rituale signalisieren dem Körper Sicherheit und schaffen Geborgenheit. Besonders ein geregelter Ablauf am Abend stimmt den Körper auf die Nachtruhe ein. Er kann langsam herunterfahren und dadurch leichter einschlafen. Außerdem verringert sich damit die Wahrscheinlichkeit einer unruhigen Nacht. Auch dein Baby kann auf diese Weise besser zur Ruhe finden und länger durchschlafen.

Ein Zu-Bett-Geh Ritual kann folgendermaßen aussehen: Um 18 Uhr esst ihr zusammen zu Abend und das Baby wird gestillt. Danach machst du es bettfertig und legst es in sein Babybett. Nun ist es Zeit für ein leises Lied und du singst Schlaf, Kindlein, Schlaf. Die sanften Töne beruhigen dein Baby und können sich auch positiv auf dich auswirken. Abschließend gibst du deinem Baby einen Gute-Nacht-Kuss und schaltest um 18:30 Uhr das Licht aus.

Fazit

Du weißt jetzt, wie du die Schlafumgebung deines Babys verbessern kannst. Bereits mit wenigen Handgriffen kannst du gute Ergebnisse erzielen. Achte darauf, was sich für dich und dein Baby gut anfühlt.

Denk dran, es gibt nicht den einen richtigen Weg. Jeder Mensch ist individuell und hat seinen eigenen Wach- und Schlafrhythmus. Mit unseren Tipps kannst du dein Baby dabei unterstützen, seinen eigenen Rhythmus zu finden. Dennoch brauchen neue Gewohnheiten Zeit, um sich einzupendeln. Mach dir keinen Kopf, wenn dein Baby nicht von heute auf morgen durchschläft.

Bildquelle: Tim Bish / Unsplash

Einzelnachweise (4)

1. AOK.de (2020): Baby-Schlaf: So schläft Ihr Baby gut.
Quelle

2. Apotheken.de (2020): Die Schlafphasen.
Quelle

3. Eltern-zeit.de (2020): Der Schlafrhythmus eines Babys: So entwickelt er sich im 1. Jahr.
Quelle

4. Zeit Online (2020): 85 Dezibel.
Quelle

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Artikel
AOK.de (2020): Baby-Schlaf: So schläft Ihr Baby gut.
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Artikel
Apotheken.de (2020): Die Schlafphasen.
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Artikel
Eltern-zeit.de (2020): Der Schlafrhythmus eines Babys: So entwickelt er sich im 1. Jahr.
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Artikel
Zeit Online (2020): 85 Dezibel.
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