Kindersitz ab 3 Jahre: Test & Empfehlungen (11/20)

Kindersitz ab 3 Jahre
Zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2020

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In Deutschland ist es für Kinder unter 12 Jahren Pflicht auf einem Kindersitz im Auto mitzufahren. Der richtige Kindersitz ist aber nicht nur Pflicht, sondern bietet auch unerlässlichen Schutz für Kinder bei Unfällen oder einen Schlafplatz bei langen Autofahrten.

Aber welche Kriterien sollte der Kindersitz erfüllen, um besonders sicher zu sein? Und wie finde ich heraus, welcher Kindersitz der perfekte für mein Kind ist?

Mit unserem großen Kindersitz für Kinder ab 3 Jahre Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, den für dich perfekten Kindersitz ab 3 Jahren zu finden. Ob drehbar, mitwachsend oder besonders sicher wir haben die Kindersitz-Kriterien verglichen und dir die jeweiligen Vor- und Nachteile aufgelistet.

So wird dir deine Kaufentscheidung so einfach wie möglich gestaltet.




Das Wichtigste in Kürze

  • Kindersitze in Deutschland müssen über eine zugelassene Prüfnorm verfügen. Derzeit gilt die UN ECE Reg. 44/04, UN ECE Reg. 44/03 und die I-Size Norm. Kindersitze werden nach den Prüfnormen in unterschiedliche Gruppen nach Alter, Gewicht und Größe geteilt.
  • Kindersitze können entweder mit dem speziellen Befestigungsgurt Isofix ausgestattet sein oder sie werden mit den Fahrzeug eigenen Sicherheitsgurten im Auto befestigt. Sie können außerdem um 360° drehbar sein oder durch eine hohe Verstellbarkeit als mitwachsend bezeichnet werden.
  • Bei einem Viertel aller Autounfälle kommt es zu einem Seitenaufprall. Um die Sicherheit für dein Kind gewährleisten zu können, sollte der Kindersitze über einen Seitenaufprallschutz verfügen.

Kindersitz ab 3 Jahren Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Allround Kindersitz ab 3 Jahren

Dieser mitwachsende Kindersitz von Safety 1st Road verfügt über eine verstellbare Kopfstütze und Rückenlehne. Er ist nutzbar im Alter von 3,5 bis 12 Jahren und bietet durch seine schützende Kopfstütze eine hohe Sicherheit. Er kann außerdem mit oder ohne Isofix bestellt werden.

Durch sein federleichtes Gewicht von nur 2,8 kilogram ist er bei den Käufern besonders beliebt. Er gilt als überaus praktisch und die Gurtinstallation erfolgt sicher und schnell.

Bewertung der Redaktion: Dieser Kindersitz ist ein echter Alleskönner. Durch sein niedriges Gewicht ist er optimal für dich, wenn du ein Kindersitz suchst, der immer Mal wieder schnell ein- und ausgebaut werden muss.

Der beste Kindersitz ab 3 Jahren ohne Isofix

Kindersitze ohne Isofix werden mit den Fahrzeug eigenen Sicherheitsgurten befestigt. Der Kindersitz von Lionelo wird mit einem 5-Punkt Sicherheitsgurt inklusive Beckengurt befestigt. Er ist außerdem mitwachsend und für Kinder zwischen 9 und 36 Kilogram geeignet.

Er verfügt außerdem über zusätzliche Verstärkung in seinem Seitenschutz, der für das höchste Sicherheitsniveau von jeder Seite sorgt. Sein Sicherheitsgurt wird außerdem durch Anti-Rutsch-Kissen in der richtigen Gurtlage gehalten und beugt Abschürfungen vor.

Bewertung der Redaktion: Suchst du nach einem besonders sicheren und gut verstellbaren Kindersitz, der allerdings ohne Isofix befestigt werden kann, solltest du zu diesem Modell greifen.

Der beste mitwachsende Kindersitz ab 3 Jahren

Dieser KIDOKU Kindersitz verfügt über eine entfernbare innere Sitzschale, eine abnehmbare Rückenlehne und eine höhenverstellbare Kopfstütze. Der Kindersitz von KIDOKU kann somit in einer Alterspanne von 1 bis 12 Jahren verwendet werden und bietet den höchsten Standard eines mitwachsenden Kindersitzes. Er wird ohne Isofix, mit Fahrzeug eigenen Gurten eingebaut.

Mit seinem Preis von nur ca. 40 Euro ist dieser Kindersitz unglaublich preiswert und steht in mehreren Farb- sowie Muster Variationen zur Verfügung. Er ist für alle Fahrzeugmodelle geeignet und mit einem 5-Punkt-Gurt ausgestattet, der individuell auf die Körpergröße deines Kindes angepasst werden kann.

Bewertung der Redaktion: Der Kindersitz von KIDOKU, ist ein ideales Modell, wenn du auf der Suche nach einem mitwachsenden Kindersitz bist, der in jedes Fahrzeug eingebaut werden kann und dabei trotzdem super preiswertig ist.

Der beste Kindersitz ab 3 Jahren mit der höchsten Sicherheit

Eine erhöhte Sicherheit für den Seitenaufprallschutz bietet die sogenannte side impact cushion technology(SICT). Durch sie werden extra Luftpolster an der Außenschale des Kindersitzes eingebaut, die durch ein kontrolliertes Luft ablassen, im Falle des Seitenaufpralls, die Sicherheit des Kindes verbessern.

Dieser Britax Römer Kindersitz verfügt über den zusätzlichen Seitenaufprallschutz SICT und ist für die Altersspanne von 3,5 bis 12 Jahren geeignet. Er verfügt außerdem noch über einen einzigartigen Frontalaufprallschutz und kann ab einer Größe von 135 cm, durch seine abnehmbare Rückenlehne, als Sitzerhöhung genutzt werden.

Bewertung der Redaktion: Ein Kindersitz, welcher besonders durch seine extra Sicherheit überzeugt und optimal für dich ist, wenn du einen Kindersitz für Kinder mit unterschiedlichen Größen oder über einen längeren Zeitraum brauchst.

Kauf- und Bewertungskriterien für Kindersitze ab 3 Jahren

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Kriterien du dich zwischen der großen Bandbreite an Kindersitzen für Kinder ab 3 Jahren entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Kindersitze für Kinder ab 3 Jahren miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Im Folgenden erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Aspekten ankommt.

Kindersitz-Prüfsiegel

Kinder unter 12 Jahren bzw. 150 cm dürfen in Deutschland nur mit einem Kindersitz im Auto mitfahren. Dieser muss den aktuellen Kindersitz-Normen entsprechen. Derzeit sind 3 Normen für Kindersitze in Deutschland zugelassen: UN ECE Reg. 129 (I-Size), UN ECE Reg. 44/04 und 44/03.

Die Kindersitznorm ist eine verpflichtende Vorschrift. Kindersitze die keinen Prüfsiegel besitzen sind nicht genehmigt und dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Vor dem Kauf sollte also immer überprüft werden, ob der Kindersitz ein zugelassenes Prüfsiegel enthält.

  • I-Size ist die neueste Prüfform und richtet sich nach der Größe des Kindes. Sie gilt als die sicherste von allen Prüfnormen. Im Rahmen der I-Size Standards wird nämlich zusätzlich der seitliche Aufprall getestet.
  • UN ECE Reg. 44/04 und UN ECE Reg. 44/03 richten sich nach dem Gewicht und Alter des Kindes. Im Handel gibt es seit 2009 nur noch die Norm UN ECE Reg. 44/04 zu kaufen. UN ECE Reg. 44/03 ist trotzdem weiterhin gültig, aber aufgrund ihres altem Material nicht mehr empfehlenswert.

Gewichtsgruppen

Die Gewichtsgruppen werden anhand der derzeit geltenden Prüfnormen erstellt. Dabei wird unterschieden zwischen der Prüfnorm UN ECE Reg. 44/04 und I-Size.

Die Prüfnorm UN ECE Reg. 44/04 wird in Gewichts- und Altersgruppen unterteilt. Es gibt sogenannte mitwachsende Kindersitze, die mehrere Alters- und Gewichtsgruppen vereinen, woraus die Gruppen 2/3 und 1/2/3 resultieren.

Gruppe Alter Gewicht
0/0+ bis 18 Monate bis 13 kg
1 1,5-4 Jahre 9-18 kg
2 3,5-7 Jahre 15-25 kg
3 7-12 Jahre 22-36 kg
2/3 4-12 Jahre 15-36 kg
1/2/3 1,5-12 Jahre 9-36 kg

Die Prüfnorm I-Size wird in zwei Körpergrößen unterteilt. Je nach Gruppe ist I-Size mit unterschiedlichen Befestigungssystemen ausgestattet. Kindersitze bis 105 cm haben nämlich ein integriertes Gurtsystem und Kindersitze ab 105 cm werden mit Fahrzeug eigenen Gurten befestigt.

Verstellbarkeit der Kindersitze

Kindersitze können ganz unterschiedlich stark verstellt werden. Weisen sie eine hohe Verstellbarkeit auf, nennt man sie auch mitwachsend.

Mitwachsende Kindersitze vereinen somit mehrere Gewichts- und Altersgruppen.

Sie stellen daher eine kostengünstige Lösung über mehrere Jahre oder für mehrere Geschwister dar. Häufig können nämlich ihre Rückenstütze, Kopfstütze und Seitenstütze verstellt werden. Mitwachsende Kindersitze verfügen auch oft über Polster, die sich abnehmen lassen, um Raum für das mitwachsende Kind zu schaffen.

Mitwachsende Kindersitze brauchen allerdings auch mehr Platz im Auto, sind deutlich schwerer und verbergen eine eingeschränkte Handhabung. Gerade in der Gewichtsgruppe 0/0+ ist das Rein und Raus heben des Kindersitzes somit nicht mehr bewerkstelligt.

Der mitwachsende Kindersitz eignet sich daher für die Gewichtsgruppen 2 und 3 und sollte nur in Maßen mitwachsend sein.

Nutzungsdauer

Die Nutzungsdauer ist je nach Hersteller und Kindersitz verschieden. Es gibt auch keine einheitliche Regel wie lange ein Kindersitz genutzt werden darf. Es gibt aber unterschiedliche Empfehlungen, die aufgrund der unterschiedlichen Kindersitz-Typen entstehen.

Babyschalen, also Kindersitze für sehr junge Kinder, müssen leicht sein, um getragen zu werden. Sie sind einer stärkeren Belastung unterworfen, da die Kindersitze beim herum transportieren irgendwo gegen stoßen könnten.

Weitere Einflussfaktoren sind die UV-Strahlen, sowie die Temperaturschwankungen im Winter und Sommer. Die genannten Faktoren führen zu einer Materialermüdung, die die Sicherheit einer Babyschale gefährden.

Kindersitze für ältere Kinder leiden mit der Zeit auch unter Temperaturschwankungen und UV-Strahlungen. Auch hier kommt es zur Materialermüdung und Beeinträchtigung der Sicherheit.

Vor dem Kauf eines Kindersitzes ist im Herstellerhinweis somit unbedingt zu prüfen, wie alt der Kindersitz und wie hoch die Nutzungsdauer ist. Kindersitze sollten aufgrund abnehmender Sicherheit nicht über die Nutzungsdauer hinaus benutzt werden.

Drehbarkeit

Es gibt Kindersitze die um 360° gedreht werden können. Drehbare Kindersitze verfügen über einen eigenen Sicherheitsgurt und sind genauso sicher wie normale Kindersitze, aber um einiges flexibler.

Der Vorteil besteht in einem leichten Ein und Ausstieg des Kindes. Der Kindersitz kann während dem Einsteigen zu dir gedreht werden und das Kind kann ohne viel Aufwand eingesetzt werden. Es ist somit zusätzlich schonender für deinen Rücken, da du dich nicht mehr derartig verrenken muss, um das Kind hineinzusetzen oder anzuschnallen.

Die Funktion des rückwärts Fahren darf nur bis zu einem Alter von 3 bis 4 Jahren genutzt werden.

Während der Fahrt kann variiert werden, ob das Kind rückwärts oder vorwärts sitzt. Rückwärtsfahrende Kinder fahren zwar sicherer, allerdings sollten Kinder nur bis 3/4 Jahre rückwärts fahren. Das rückwärts Fahren wird bei einem Kind ab 3 Jahren also gar nicht mehr genutzt.

Ein Nachteil des drehbaren Kindersitzes ist das zusätzliche Gewicht durch die vermehrten Teile. Außerdem sind drehbare Kindersitze teurer als herkömmliche.

Ist das Kind älter als 3 Jahre ist ein drehbarer Kindersitz also nur bedingt zu empfehlen. Das Rückwärts fahren darf aufgrund der Bestimmungen nicht mehr genutzt werden und der einzige ersichtliche Vorteil für den höheren Preis, bleibt das erleichterte Ein und Aussteigen.

Seitenaufprallschutz

In einem von vier Unfällen kommt es zu einem seitlichen Aufprall. Ein Seitenaufprall kann für Kinder schwere Verletzungen hervorrufen. Ein integrierter Seitenaufprallschutz am Kindersitz ist für die Sicherheit des Kindes somit unerlässlich.

Erst die neuere Prüfnorm I-Size gibt Tests zur Sicherheit bei einem Seitenaufprall vor. I-Size Kindersitze weisen somit den Mindestsicherheitsstandard für einen seitlichen Aufprall auf.

Einige Kindersitze verfügen bereits über die side impact cushion technology oder einfach der Seitenaufpralldämpfungstechnik. Im Seitenaufprallschutz sind dann extra Luftpolster, die bei einem seitlichen Aufprall zusammengedrückt werden. Durch kontrolliertes Luft ablassen verbessern sie letzten Endes die Unfallsicherheit.

Kindersitze mit extra Luftkissen sind meist die teureren Modelle.

Die Bewegungsfreiheit der Kinder bleibt trotzdem unverändert, da die zusätzlichen Luftkissen an der Außenschale des Kindersitzes befestigt werden. Allerdings sind die Kindersitze durch die zusätzlichen Luftkissen sehr breit und nehmen mehr Platz ein. Sie garantieren so aber auch eine höhere Sicherheit.

Seit 2013 ist es Pflicht Kindersitze nur nach bestandenem Seitenaufpralltest zuzulassen. Ratsam ist es aber trotzdem, bei einem Kauf eines Kindersitzes, darauf zu achten, ob der Seitenaufprallschutz tatsächlich getestet wurde. Ein guter Seitenaufprallschutz ist von großer Bedeutung für die Sicherheit Ihres Kindes.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Kindersitze ab 3 Jahren ausführlich beantwortet

Im nachfolgenden Ratgeber wollen wir dir die wichtigsten Fragen zum Thema Kindersitz ab 3 Jahren beantworten. Wir haben die Fragen für dich herausgesucht und beantworten sie in Kürze.

Für wen eignet sich ein Kindersitz ab 3 Jahren?

In Deutschland dürfen Kinder unter 12 Jahren bzw. 150 cm nur mit einem Kindersitz im Auto mitfahren. Somit braucht ein Kind ab 3 Jahren verpflichtend einen Kindersitz. Je nach Prüfnorm werden die Kindersitze für verschiedene Gruppen angeboten.

Nach der Prüfnorm I-Size gibt es 2 Unterteilungen in der Körpergröße:

  • Geburt bis 105 cm
  • ab 100 cm

Suchen Sie sich einen Kindersitz aus, der die Norm I-Size enthält, müssen sie Ihr Kind also vorher messen. So können sie den richtigen Kindersitz bestimmen.

Die Prüfnorm UN ECE Reg. 44/04 wird in Gewichts- und Altersgruppen wie folgt gegliedert:

  • Gruppe 0/0+ kann bis 18 Monaten benutzt werden, bei einem Gewicht von bis zu 13 Kilogram.
  • Gruppe 1 ist in einem Alter von 1,5 bis 4 Jahren zu gebrauchen. Das Gewicht darf hier zwischen 9 und 18 Kilogram liegen.
  • Gruppe 2 wird für ein Alter zwischen 3,5 und 7 Jahren hergestellt, mit einer Gewichtsschwankung zwischen 9 und 18 Kilogram.
  • Gruppe 3 kann zwischen 7 und 12 Jahren genutzt werden. Das Gewicht sollte hier zwischen 22 und 36 Kilogram liegen.

Ein Kindersitz ab 3 Jahren kann also in mehrere Gruppen eingeteilt werden. Überprüfe vor dem Kauf am besten das Alter, die Größe und das Gewicht deines Kindes, um es besser in die Gruppen einteilen zu können.

Kindersitze die mehrere Alters- und Gewichtsgruppen vereinen sind sogenannte mitwachsende Kindersitze. Ihre Kopf-Seiten und Rückenstütze weisen eine hohe Verstellbarkeit auf und sind für Kinder ab 3 Jahren besonders im Wachstum gut geeignet.

Kindersitz ab 3 Jahre-1

Unter 12 Jahren ist ein Kindersitz Pflicht und sollte zur Sicherheit des Kindes unbedingt genutzt werden.
(Bildquelle: Jim Strasma / unsplash)

Eine weitere Variante stellen die drehbaren Kindersitze dar. Diese können meist um 360° gedreht werden und werden während des Ein oder Ausstieg zu dir gedreht. So erfolgt das ein und aussetzen ohne großen Aufwand und ist zusätzlich besonders rückenschonend.

Drehbare Kindersitze bieten auch die Möglichkeit zum rückwärtsfahren. Kinder ab 3 Jahre sollten aber nur noch vorwärtsfahren, womit die Funktion bei einem Kindersitz ab 3 Jahren überflüssig wird. Drehbare Kindersitze ab 3 Jahren eignen sich also besonders für einen rückenschonenden und Aufwands-freien Ein- und Ausstieg.

Welche Arten von Kindersitzen gibt es?

Wenn du dir einen Kindersitz ab 3 Jahren zulegen möchtest, gibt es zwei Produktarten zwischen denen du dich entscheiden kannst.

Art Vorteile Nachteile
Kindersitz mit Isofix permanente Verbindung zum Auto, schneller und sicherer Aus- und Einbau nicht jedes Auto verfügt über Isofix, meistens das teurere Modell
Kindersitz ohne Isofix lässt sich in jedes Auto einbauen, meist preisgünstiger fehleranfälliger Ein- und Ausbau, bietet nur bei perfekter Handhabung einen perfekten Schutz

In den folgenden Abschnitten erklären wir dir, wo die Unterschiede zwischen den beiden Alternativen legen.

Kindersitz ab 3 Jahren mit Isofix

Isofix ist ein Befestigungssystem für Kindersitze. An Isofix Kindersitzen sind Isofix-Konnektoren. Diese haben zwei Schnallen, die an den Isofix Bügeln des Autos einrasten. Diese Bügel sind fest mit dem Auto verbunden und befinden sich zwischen Sitzlehne und Sitzpolster des Autos.

Isofix Kindersitze können zwei verschiedene Arten von Konnektoren haben. Sie können direkt am Kindersitz verbaut sein. In diesem Fall wird immer der ganze Kindersitz ein und ausgebaut. Es kann aber auch eine sogenannte Basisstation vorhanden sein, die die Isofix-Konnektoren enthält.

Vorteile
  • löst sich nicht bei Unfällen
  • schnelle Montage
  • fehlerunanfällige Installation
Nachteile
  • Auto muss Isofix Vorrichtung besitzen
  • spezielle Isofix-Sitze je nach Automodell
  • meistens teurer

Kindersitze mit Isofix sind fester Bestandteil auf dem Rücksitz und lösen sich durch ihre permanente Verbindung bei einem Unfall nicht. Durch Isofix kann eine schnelle Montage des Kindersitzes erfolgen und das Risiko einer falschen Installation ist geringer.

Laut I-Size sind Isofix Kindersitze vorgeschrieben und ihre jeweiligen Vorschriften gelten auch nur für Isofix-Kindersitze. Allerdings verfügt nicht jedes Auto über Isofix. Für Geld kann man diese zwar oft im Nachhinein einbauen lassen, aber nur spezielle Isofix Kindersitze können je nach Auto Modell eingebaut werden.

Isofix Kindersitze sind meist teurer und vorher sollte unbedingt überprüft werden, ob das Auto Isofix besitzt und mit welchen Modellen es kompatibel ist.

Kindersitz ab 3 Jahren ohne Isofix

Kindersitze ohne Isofix werden im Gegensatz mit Fahrzeug eigenen Sicherheitsgurten befestigt. Hier muss bei einem Einbau unbedingt die Anleitung befolgt werden, um Fehler zu vermeiden. Der Autogurt muss beim Einbau dem vom Kindersitzhersteller vorgeschriebenem Verlauf folgen und sollte möglichst straff gezogen werden.

Die meisten Kindersitze dürfen nur mit einem Dreipunktgurt befestigt werden. Bei einem Dreipunktgurt kann entweder das Kind mit dem Gurt gesichert werden oder der Autogurt sichert den Kindersitz und die integrierten Gurte sichern dein Kind.

So gibt es beispielsweise den Dreipunkt-Hosenträgergurt, der über die Schultern verläuft und zwischen den Beinen festgeschnallt wird. Der Fünfpunkt-hosenträgergurt verläuft noch zusätzlich rechts und links über die Hüfte und wird am Bauch befestigt.

Vorteile
  • kann in jedes Auto eingebaut werden
  • meist preisgünstiger
  • bei richtiger Befestigung hoher Schutz
Nachteile
  • fehleranfällige Installation
  • Einbau kann länger dauern
  • birgt Sicherheitsrisiken

Der Dreipunktgurt kann in jedes Auto eingebaut werden und bietet bei richtiger Befestigung einen hohen Schutz. Bei einer Befestigung ohne Isofix durch den Sicherheitsgurt ist die Gefahr der falschen Gurtführung jedoch relativ hoch.

Selbst wenn du über die perfekte Handhabung verfügst, darfst du nicht vergessen, dass wenn Ihr Kind mal woanders mitfahren sollte, Ihre Freunde, Verwandten etc. diese nicht haben und es schnell zu einem fehlerhaften Einbau kommen kann.

Was kostet ein Kindersitz für Kinder ab 3 Jahren?

Zwischen Kindersitzen ab 3 Jahren gibt es eine große Preisspanne. Je nach Variante, zusätzlichen Extras oder Gewichtsgruppe schwanken die Preise. Die Spanne kann von 30 € bis 300 € reichen.

Kindersitze ohne Isofix sind kostengünstiger und beginnen bei einem Preis von 40 €. Wohingegen Kindersitze mit Isofix meistens teurer sind und bei ca. 60 € beginnen.

Kindersitze, die drehbar sind, sind ab einem Preis von 100 € erhältlich. Kommt dazu noch aufwändiger Seitenaufprallschutz und eine hohe Verstellbarkeit, kann der drehbare Kindersitz auch bis zu 200 € kosten.

Typ Preisspanne
Kindersitz ohne Isofix ab ca. 40 €
Kindersitz mit Isofix ab ca. 60 €
drehbarer Kindersitz ab ca. 100 €
mitwachsender Kindersitz ab ca. 40 €

Bei mitwachsenden Kindersitzen ist es ähnlich. Sie fangen bei 40 € an und je nachdem, ob der Kindersitz Isofix besitzt, drehbar ist oder extra Seitenaufprallschutz erhält, kann er bis zu 200 € kosten.

Festzuhalten ist also, dass Kindersitze ab 3 Jahren, je nach Produktart und zusätzlichen Leistungen, prinzipiell immer teurer werden.

Wo kann ich einen Kindersitz für Kinder ab 3 Jahren kaufen?

Kindersitze ab 3 Jahren gibt es sowohl in Kaufhäusern, im Fachhandel und in Online-Shops zu kaufen. Unsere Recherchen haben ergeben, dass in diesen Online-Shops die meisten Kindersitze verkauft werden.

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Real.de
  • Otto.de
  • Mytoys.de
  • Babymarkt.de

Alle Kindersitze, die wir in diesem Ratgeber vorstellen, sind mit einem Link zumindest einem dieser Geschäfte versehen. Ist einer dabei der dir gefällt, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Kindersitze ab 3 Jahren sind besonders sicher?

Für Kindersitze ab 3 Jahren gibt es zwei unterschiedliche Befestigungssysteme. Kindersitze mit oder ohne Isofix.

Mit Isofix sind die Kindersitze direkt mit den Isofix Konnektoren des Autos verbunden und haben so eine permanente Verbindung zum Auto. Das Risiko, das sich der Kindersitz bei einem Unfall löst ist somit geringer. Kindersitze ohne Isofix bergen die große Gefahr, dass der Kindersitz fehlerhaft installiert wird und sich der Kindersitz löst.

Kindersitz ab 3 Jahre-2

Ein richtig installierter und angelegter Sicherheitsgurt trägt maßgeblich zur Sicherheit des Kindes bei.
(Bildquelle: Rhonda Jenkins / Pixabay)

Ein zweiter wichtiger Faktor ist der Seitenaufprallschutz. Bei einem Viertel aller Autounfälle kommt es zu einem seitlichen Aufprall. Ein Kindersitz mit inkludiertem Seitenaufprallschutz ist für die Sicherheit deines Kindes also unerlässlich.

Eine besonders sichere und neue Form des Seitenaufprallschutzs ist die side impact cushion technology. Dies sind extra Luftpolster, die an der Außenschale des Kindersitzes befestigt werden. Sie sorgen durch kontrolliertes Luft ablassen bei einem Unfall für eine erhöhte Sicherheit.

Für einen extra sicheren Kindersitz solltest du also darauf achten, dass er mit Isofix befestigt werden kann und einen guten Seitenaufprallschutz enthält.

Welche Alternativen gibt es zu einem Kindersitz für Kinder ab 3 Jahren?

Alternativen zum Kindersitz ist die Sitzerhöhung. Diese ist besonders geeignet ab einem Gewicht von über 15 Kilogramm, also ca. dreieinhalb Jahren.

Kindersitzerhöhungen können entweder mit Isofix oder über den Dreipunktegurt des Autos befestigt werden. Der Gurt muss hier aber gut anliegen und sollte an keiner Stelle einschneiden, damit das Kind ausreichend gesichert ist.

Eine weitere Möglichkeit bietet die aufblasbare Sitzerhöhung, die besonders für unterwegs geeignet ist, da sie in jede Handtasche passt und bei Nicht-Verwendung einfach verstaut werden kann.

Kindersitzerhöhungen sind besonders preiswert und können vom Kind flexibel bei Ausflügen oder im Urlaub mitgenommen werden. Allerdings sollte dies nur eine Ausnahme bleiben, da Kindersitzerhöhungen ohne  Seitenaufprallschutz nur eine geringere Sicherheit im Falle eines Unfalls bieten können.

Wichtig ist auch, dass egal welche Alternative du benutzt, die Sitzerhöhung über eine Zulassung/ ein Prüfsiegel verfügt. Die Kindersitzerhöhung ist sonst nicht zugelassen.

Wie wird der Kindersitz am besten und sichersten eingebaut?

Es gibt zwei Möglichkeiten, um die Kindersitze einzubauen. Einige Kindersitze werden mit Isofix befestigt und einige mit Fahrzeug eigenen Sicherheitsgurten.

  • Bei der Montierung mit Isofix muss zuerst überprüft werden, ob das Auto über Isofix Konnektoren verfügt. Diese müssen im Auto zunächst gefunden werden, da sie oft sehr versteckt liegen und erst freigelegt werden müssen. Achte darauf, dass die Isofix-Halteösen des Autos gut erreichbar und frei liegen. Als nächstes werden die beiden Haken zur Verankerung am Kindersitz entsperrt und herausgezogen. Der Kindersitz wird anschließend fest gegen die Rückenlehne gedrückt, damit die beiden Hacken an den Konnektoren des Autos einrasten. Die meisten Isofix-Kindersitze verfügen über ein Signalsystem, welches von Rot auf Grün schaltet, wenn der Kindersitz richtig eingerastet ist.
  • Die Montierung ohne Isofix erfolgt mit dem Fahrzeug eigenem Sicherheitsgurt. Dazu wird der Sicherheitsgurt durch die vorgegeben Stellen am Kindersitz gefädelt. Dies sind meistens die Kopfstütze und Armlehne. Bei der Montierung mit Fahrzeug eigenen Sicherheitsgurten ist es besonders wichtig, die Bedienungsanleitung zu lesen und ihr zu folgen. Prinzipiell erfolgt die Montierung aber meistens gleich. Zuerst wird der Schultergurt an den Seiten der Kopfstütze eingefädelt und danach wird der Beckengurt unter den beiden Armlehnen hindurchgefädelt.

Wichtig ist noch, dass der Kindersitz möglichst in der Mitte oder rechts montiert wird, damit das Kind immer auf der Seite des Gehweges aussteigen kann.

Bildquelle: melpomen / 123rf.com

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