Willkommen bei unserem großen Pucksack Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Pucksäcke. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Pucksack zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Pucksack kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Pucksack ist eine effektive Hilfe beim Pucken eines Babys. Hierbei geht es darum, insbesondere Schreibabys, durch ein festes Einwickeln zu beruhigen und ihnen einen sicheren Schlaf zu bieten.
  • Pucksäcke gibt es in verschiedenen Farben, Größen und Ausführungen als Sommer- Winter- oder Ganzjahres-Modelle.
  • Im Idealfall sollte ein Pucksack aus 100 % Baumwolle bestehen, da diese atmungsaktiv ist und gerade im Sommer ein Überhitzen des Babys verhindert.

Pucksack Test: Das Ranking

Platz 1: Pucksack Baby 2erSet von Lilly und Ben

Das Pucksack Zweier-Set von Lilly und Ben beinhaltet zwei unisex Pucksäcke zu einem durchschnittlichen Preis. Diese bestehen zu 100 % aus Baumwolle, sind hochwertig verarbeitet und können ganzjährig genutzt werden. Mit den super weichen Klettverschlüssen, ist ein schnelles und einfaches Pucken garantiert.

Es gibt sie in der kleineren Größe von 0-3 Monate (3,2-6,4 kg) und in der größeren Größe von 4-6 Monate (6,4-8,2 kg). Kunden schätzen diesen Pucksack aufgrund des angenehm weichen Stoffs und der einfachen Handhabung.

Platz 2: Ergobaby Puck-Mich-Sack

Der Ergobaby Puck-Mich-Sack sorgt ganz einfach und effektiv für einen sicheren und friedlichen Schlaf des Babys zu einem leicht überdurchschnittlichen Preis.

Sein patentiertes ergonomisches Design mit Hüftpositionierer unterstützt eine gesunde Hüftentwicklung und führt die Arme nah an den Körper, sodass der Moro-Reflex unterbunden wird.

Aufgrund des 100% atmungsaktiven Baumwollstoffs, kann er ideal sowohl im Sommer als auch im Winter getragen werden. Praktisch ist auch der aufklappbare Fußsack, der ein schnelles und einfaches Windelwechseln ermöglicht. Die einfache Anwendung durch die jäckchen-artigen Ärmel überzeugen auch die Kunden.

Platz 3: Sleeping Rebels Pucksack

Das Zweier-Set von Sleeping Rebels überzeugt durch seine Premium Qualität und gleichzeitig seinen fairen Preis. Die Pucksäcke werden nur aus 100 % Bio-Baumwolle gefertigt, wodurch er super sanft, weich und atmungsaktiv ist. So steht einem ruhigen und entspannten Schlaf nichts mehr im Wege.

Auch die Anwendung ist einfach und durch die Klettverschlüsse funktional. Die Kunden lieben das schlichte Design, das sowohl zu Mädchen als auch Jungen passt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Pucksack kaufst

Was ist eigentlich pucken und was soll damit bewirkt werden?

Beim Pucken handelt es sich um eine effektive Wickelmethode für Säuglinge und Babys in den ersten Lebenswochen- und Monaten. Dabei wird das Kind und insbesondere der Oberkörper fest eingewickelt. Schon seit Jahrtausenden wird diese alte Technik des Wickelns angewendet und ist daher keine moderne Erfindung.

In den letzten Schwangerschaftswochen hat das ungeborene Baby kaum Bewegungsfreiheit im Mutterleib. Beim Pucken wird genau diese natürliche Enge, die das Kind im Bauch der Mutter spürt, nachgebildet. Das gibt ihm ein starkes Gefühl von Sicherheit. (Bildquelle: unsplash.com / freestocksorg)

Wer schon einmal einem Baby beim Schlafen zugeschaut hat, der konnte womöglich ein unkontrolliertes Zucken der Arme beobachten, was sehr oft zum Aufwachen des Kindes führt. Die als Moro-Reflex bezeichnete schreckhafte Bewegung des Kindes, kann durch das feste Einwickeln beim Pucken stark vermindert werden.

Zudem können unruhige (Schrei-)Babys dadurch beruhigt werden und tendenziell leichter ein- und durchschlafen. So finden sie einen besseren Schlaf und neigen weniger zu Blähungen.

Wichtig ist, dass das Baby ausnahmslos auf dem Rücken schlafen sollte, um den plötzlichen Kindstod zu verhindern.

Viele Babys schlafen jedoch lieber in Bauchlage und empfinden die Rückenlage als eher schlafstörend. Auch hier kann das fest eingewickelte Pucken helfen, indem das Baby eine Begrenzung spürt und die Rückenlage eher akzeptiert.

Sicherlich ist das Pucken keine Wunderwaffe und bringt jedes Baby direkt zum Einschlafen oder gar Durchschlafen. Aber es kann in jedem Fall dabei helfen.

Was ist ein Pucksack?

Neben den klassischen Wickelmethoden mit Tüchern und Decken, dient heutzutage ein entsprechend angefertigter Pucksack als Puckhilfe. Dieser wickelt das Baby fest ein und fixiert vor allem den Oberkörper und die Arme, sodass ein Aufwachen durch schreckhafte Bewegungen verhindert wird.

Gleichzeitig gewährt der Pucksack aber auch ausreichend Beinfreiheit zum Strampeln und hält durch das ergonomische Design die Hüfte des Babys in Position.

Pucksäcke gibt es in diversen Farben, Mustern und Ausführungen. Die klassische Variante des Pucksacks ist mit Klettverschlüssen ausgestattet. Aber auch mit Reißverschlüssen lassen sich einige Modelle finden. So gelingt es auch Ungeübten das Baby einfach und effektiv zu pucken.

Außerdem sind Pucksäcke in der Ganzjahres-, Sommer, oder Wintervariante erhältlich. Welche Vor- und Nachteile diese jeweils haben, kannst du im Entscheidungsteil nachlesen.

Für welches Alter eignet sich ein Pucksack?

Ein Pucksack eignet sich insbesondere für Säuglinge und Babys, die aufgrund eines ausgeprägten Moro-Reflexs Probleme beim Schlafen haben oder die durch die enge Fixierung einfach ein sicheres Gefühl bekommen.

Beim Alter gibt es keine Faustregel, die genau besagt, dass ein Pucksack für Kinder von 0 bis 4 oder bis 6 Monaten geeignet ist.

Pucksäcke gibt es für 0 bis 9 Monate alte Babys. (Bildquelle: pixabay.com / smpratt90)

Dennoch findet man Pucksäcke in unterschiedlichen Größenausfertigungen mit entsprechenden Altersempfehlungen. Beispielsweise für Neugeborene von 0-3 bzw. 4 Monate oder  für größere Babys bis 6 oder sogar 9 Monate.

In den meisten Fällen werden auch Gewichtsangaben gemacht wie etwa von 3-6 kg oder von 6-10 kg. Dies sind allerdings nur Richtwerte. Achte deshalb besonders auf die Signale deines Kindes. Fühlt es sich in der gepuckten Position nicht mehr wohl, so wird es sich bemerkbar machen.

Aus welchem Stoff ist ein Pucksack?

Ein Pucksack besteht meist aus 100 % Baumwolle. Besonders im Sommer oder Hochsommer ist dieses leichte Material vorteilhaft, da gepuckte Babys sehr schnell überhitzen. Dabei fühlt sich der Stoff wie ein T-Shirt oder ein Body an.

Im Winter können allerdings auch Pucksäcke aus Polyesterstoff oder aus Fleece bedenkenlos verwendet werden.

Bei Pucksäcken ist die Verwendung von Baumwolle besonders empfehlenswert. Im Gegensatz zu synthetischen Materialen, kann Baumwolle die Feuchtigkeit viel besser aufnehmen und so die Temperatur regulieren. (Bildquelle: unsplash.com / Marianne Krohn)

Zusätzlich gibt es auch spezielle Ausfertigungen aus Bio-Baumwolle, welche ohne chemische Behandlung bzw. Genmanipulation auskommen. Diese sind schadstofffrei und besonders hautverträglich.

Wo kann ich einen Pucksack kaufen?

Generell können Pucksäcke sowohl im Einzelhandel als auch in vielen Online-Shops erworben werden.

Ob in Babyfachgeschäften wie z.B. Babyone, Modeläden wie H&M, oder in Discountern, wie Lidl und Co., kannst du eine Auswahl an vielen verschiedenen Modellen, Mustern und Farben finden.

Im Internet hingegen ist die Kaufabwicklung generell schneller und es gibt häufig eine größere Auswahl an diversen Ausfertigungen. Dafür bist du aber bei deiner Kaufentscheidung allein auf dich gestellt.

Beliebte Shops für den Kauf von Pucksäcken sind beispielsweise:

  • amazon.de
  • hessnatur.de
  • tausendkind.de
  • baby-walz.de

Hoch im Kurs liegt jedoch auch der Trend des Selbermachens- bzw. Nähens. Hier liegt der Vorteil zum einen darin, dass es preiswerter sein kann, als ein gekaufter Pucksack und zum anderen der Pucksack individuell gestaltbar ist. Neben der Freiheit des Musters und der Farbe, ist so auch die Art und Qualität des Stoffs frei wählbar.

Was kostet ein Pucksack?

Pucksäcke kosten je nach Hersteller/Marke und Qualität des Pucksacks meist zwischen 12 und 30 Euro. Oft sind sie auch in Doppel- oder Dreierpacks erhältlich.

Pucksäcke, die sehr hochwertig verarbeitet sind oder die aus ökologisch reiner Bio-Baumwolle, wie z.B. von hessnatur, hergestellt werden, kosten sogar bis zu 50 Euro.

Zudem ist es auch möglich gebrauchte Pucksäcke bei ebay zu erwerben. Diese sind somit preisgünstiger.

Welche Alternativen gibt es zu einem Pucksack?

Generell gibt es verschiedene Alternativen zu Pucksäcken. Dazu gehören:

  • Pucktuch
  • Strampelsack
  • Schlafsack

Irrtümlicherweise werden Pucksäcke häufig auch als Strampelsäcke bzw. Schlafsäcke bezeichnet und verkauft. Auch bei vielen Nähanleitungen werden meist Schnittmuster für Strampelsäcke statt für Pucksäcke vorgestellt.

Um die einzelnen Alternativen klar voneinander abzugrenzen, folgt hier eine kurze Beschreibung und Einteilung.

Pucktuch

Das Pucktuch oder auch eine dünne Decke stellen die klassischste Variante zum Pucken eines Babys dar. Die Technik zum Einwickeln ist hierbei allerdings nicht ganz einfach und erfordert Geduld.

Denn hierbei kann viel falsch gemacht werden, da das Tuch nicht zu eng und auch nicht zu locker gewickelt werden darf. Außerdem kann sich dein Kind leicht „frei strampeln“, was bei einem Pucksack nicht passieren kann.

Strampelsack

Ein Strampelsack ist wie eine Stoffhülle, die meist mit einem Gummizug bis unter die Arme gezogen wird. Hier hat das Baby viel Bewegungsfreiheit zum Strampeln und auch die Arme sind draußen ganz frei. Dies macht den größten Unterschied zum Pucksack aus.

Während dein Kind im Strampelsack ungehindert mit den Beinen strampeln kann, ist es dennoch warm eingepackt und kann sogar ohne Strumpfhose oder sonstige Kleidung hinein.

Auch zum Schlafen kann dieser benutzt werden, wenn entsprechende Kleidung am Oberkörper zur Raumtemperatur angezogen wird. In den meisten Fällen wird der Strampelsack aber nur tagsüber angezogen.

Schlafsack

Ein Schlafsack bedeckt im Kontrast zu einem Strampelsack den gesamten Körper deines Babys. Er dient dabei als Ersatz für eine Decke, da diese aufgrund der Erstickungsgefahr in keinem Fall zum Schlafen verwendet werden sollte.

Je nach Sommer oder Winter gibt es verschiedene Modelle mit kurzen oder langen Ärmeln oder sogar mit einem entsprechenden Untersack.

Entscheidung: Welche Arten von Pucksäcken gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir einen Pucksack für dein Baby zulegen möchtest, kannst du dich grundsätzlich je nach Jahreszeit zwischen den drei Arten entscheiden:

  • Sommer-Pucksack
  • Winter-Pucksack
  • Ganzjahres-Pucksack

Alle drei Pucksackarten dienen als Puckhilfe, um deinem Baby einen sicheren und besseren Schlaf zu bescheren. Dennoch eignet sich je nach Jahreszeit der eine oder andere Pucksack besser für dein Kind. Durch den folgenden Abschnitt möchten wir dir die Kaufentscheidung erleichtern.

Was zeichnet einen Sommer-Pucksack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Sommer-Pucksack zeichnet sich durch einen sehr leichten Stoff aus, der in den aller meisten Fällen aus 100 % Baumwolle oder Molton besteht. Gerade an sehr heißen Tagen, ist ein atmungsaktiver Stoff wie Baumwolle extrem wichtig, da dieser die Temperatur des Babys reguliert.

Vorteile
  • Atmungsaktiver Stoff aus 100 % Baumwolle
  • Reguliert die Temperatur des Babys
  • Optimal für heiße Tage
Nachteile
  • An kühleren Tagen nicht geeignet
  • Evtl. braucht man noch einen Winter-Pucksack

Mit einem Sommer-Pucksack aus 100 % Baumwolle, der zudem noch an den Füßen geöffnet werden kann, ist dein Kind optimal für die Hitze gewappnet. So verhindert der dünne Stoff ein Schwitzen und Überhitzen des Babys.

Allerdings ist darauf zu achten, dass er bei kühleren Temperaturen zu kalt sein kann. Daher sollte unbedingt die richtige Kleidung unter dem Pucksack gewählt werden. Lese dazu im Trivia-Teil mehr.

Was zeichnet einen Winter-Pucksack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Pucksack für den Winter ist selbstverständlich etwas dicker als ein Sommer-Pucksack, da dieser in der kalten Jahreszeit zur Anwendung kommt. Als Stoff wird hier entweder auch Baumwolle oder ein Polyesterstoff verwendet.

Für die Temperaturregelung des Babys ist auch hier ein Pucksack aus Baumwolle nur zu empfehlen. Im Winter sind diese häufig mit Frottee und einer wärmenden Füllung, meist aus Daunen, kombiniert, da diese eine besonders gute Wärmefunktion aufweisen.

Vorteile
  • Ideal für kalte Wintermonate
  • Polyester ist wärmer als Baumwolle
  • Daunenfüllung besonders warm
  • Oft auch mit Kapuze
Nachteile
  • Polyester ist nicht atmungsaktiv
  • Luft kann nicht entweichen
  • Nur für den Winter geeignet
  • Auf Überhitzung achten bei nicht atmungsaktiven Stoffen

Jedoch gibt es auch sehr viele Winter-Modelle aus Polyester-Fleece, die sich etwa wie eine Fleece-Decke anfühlen. Diese sind für den Winter oftmals etwas wärmer als reine Baumwoll-Pucksäcke. Dennoch ist Polyester nicht atmungsaktiv und lässt nur wenig oder gar keine Luft entweichen.

Auch wenn es draußen kalt ist, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Babys, durch die dickeren und wärmeren Kunstfaserstoffe, nicht überhitzen.

Darüber hinaus haben manche Winter-Pucksäcke zusätzlich eine Kapuze eingearbeitet, sodass auch der Kopf des Babys, insbesondere Nachts, schön warm bedeckt wird.

Was zeichnet einen Ganzjahres-Pucksack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Ganzjahres-Pucksack kann sowohl im Sommer als auch im Winter verwendet werden. Es handelt sich in der Regel um ein Kombi-Modell, das aus mehrteiligen Lagen besteht. Dem Außen- und dem Innen-Pucksack.

Während der äußere Pucksack meist warm und kuschlig ist, ist der innere Pucksack dünner und leichter. So kannst du an heißen Sommertagen einfach den äußeren Pucksack entfernen und nur den luftigen Innenteil deinem Kind anziehen.

Vorteile
  • Ersetzt Sommer- und Winter-Pucksack
  • Spart Kosten ein
  • Äußerer Pucksack wird einfach abgetrennt
Nachteile
  • Beim Tragen beider Pucksäcke besteht Gefahr von Überhitzung

Diese Kombi-Modelle haben natürlich den Vorteil, dass nicht zwei Pucksäcke für Sommer und Winter gekauft werden müssen, sondern lediglich einer. Dadurch werden Kosten eingespart, was für junge Eltern nicht ganz unerheblich ist.

Durch den zweifachen „Zwiebellook“ ist allerdings besonders darauf zu achten, dass beim Tragen beider Teile keine Überhitzung entsteht. Außerdem kann es möglich sein, dass gar nicht beide Pucksäcke nötig sind, wenn sich dein Kind z. B. nicht mehr pucken lässt.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Pucksäcke vergleichen und bewerten

Nachfolgend erfährst du, anhand welcher Aspekte du Pucksäcke bewerten und vergleichen kannst. Somit wird es dir leichter fallen, dich bei der Vielzahl an möglichen Modellen zu entscheiden.

Zusammengefasst handelt es sich um folgende Kriterien:

  • Pucken
  • Größe und Altersempfehlung
  • Material
  • Verschlussart und Tragekomfort
  • Design

In den kommenden Absätzen erläutern wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt und wie du sie einordnen kannst.

Pucken

Das Kriterium Pucken ist beim Kauf eines Pucksacks natürlich ein sehr wichtiger Aspekt. Denn in erster Linie sollte die Puckhilfe dein Baby richtig einwickeln, sodass es beruhigend wirkt.

Gerade bei Schreibabys kann das richtige Pucken eine grosse Hilfe sein, um dein Baby zum Einschlafen zu bringen. (Bildquelle: pixaby.com / joffi)

Durch das enge Anliegen des Pucksacks am Oberkörper verhindert es den unkontrollierten Reflex, Arme und Beine im Schlaf zu bewegen bzw. zu zucken. Nur wenn der Pucksack diese Eigenschaft gut erfüllt, sollte dieser auch gekauft werden.

Material

Wie bereits im Ratgeber und im Entscheidungsteil erwähnt, spielt gerade bei der Unterscheidung der einzelnen Modelle das Material eine bedeutende Rolle.

Baumwolle und vor allem Bio-Baumwolle sind für die zarte Babyhaut am hautfreundlichsten und lösen keine Allergien aus. Zudem lässt sich Baumwolle gut bei 30 oder 40 Grad in der Waschmaschine waschen.

Ein Pucksack kann sowohl aus Naturfaserstoffen als auch aus Kunstfaserstoffen bzw. Polyester bestehen. Die häufigsten Stoffe sind Baumwolle oder Bio-Baumwolle, Frottee, Jersey, Nicky, Plüsch, Flanell, Viskose-Bambus oder Fleece.

Größe und Altersempfehlung

Neben einem hochwertigen Material spielt auch die Größe des Pucksacks eine wichtige Rolle. Grundsätzlich können Pucksäcke in verschiedenen Größen gekauft werden. Meist ist hier eine Alters- und/oder eine Gewichtsangabe dabei.

Du kannst dich grob an folgenden Angaben orientieren:

Alter Gewicht Maße
0 bis zu 8 Wochen Bis ca. 5 kg 90 x 90 cm
Ab 8 Wochen bis ca. 4 Monate Bis ca. 6 kg 100 x 100 cm
Ab 4 Monate bis ca. 6 Monate Bis ca. 8 kg 120 x 120 cm

Wichtig ist bei der Wahl der Größe, dass der Pucksack nicht zu groß gekauft wird. Die Füße des Babys dürfen ruhig unten anstoßen, da der Pucksack, wie im Mutterleib, begrenzend wirken soll.

Beachte außerdem, dass dein Baby sehr schnell aus der kleinsten Größe herauswächst. Bist du also zufrieden mit deinem Pucksack und dein Baby nimmt ihn gut an, kaufe rechtzeitig die nächste Größe.

Auch zum Wechseln ist es sinnvoll mindestens zwei Pucksäcke zu kaufen, falls z.B. mal etwas daneben geht oder der eine Pucksack in der Wäsche ist.

Verschlussart und Tragekomfort

Die Verschlussart ist vor allem für das Anlegen und für den Tragekomfort entscheidend. Pucksäcke werden entweder mit einem Klettverschluss oder mit einem Reißverschluss verschlossen. Beide Verschlussarten haben ihre Vor- und Nachteile.

Ein Klettverschluss ist die klassischste Verschlussart bei einem Pucksack. Dieser ist sehr praktisch, da er das Anlegen erleichtert und sich beim Fixieren die Enge individuell verstellen lässt.

Jedoch kann dein Baby unter Umständen durch das typische Klettverschluss-Geräusch geweckt werden. Zudem lässt meist nach ein paar Wäschen auch die Klebefunktion des Klettverschlusses nach.

Beim Verschließen mit einem Reißverschluss hingegen ist das Pucken nicht so fest und starr. Hier wird das Baby nicht eingewickelt, sondern in eine Art „Kokon“ gesteckt.

Dabei ist die Bewegungsfreiheit wie gewünscht eingeschränkt, aber nicht in dem Maße wie bei einem Klettverschluss. Der Stoff ist oftmals auch elastischer, sodass das Baby weniger stark eingeschränkt ist.

Insgesamt macht der Reißverschluss das Anlegen noch leichter. Dieser liegt mittig und kann meist in beide Richtungen gezogen werden. Für den optimalen Tragekomfort ist auf integrierte Armtaschen und einen Hüftpositionierer zu achten.

Design

Pucksäcke gibt es in vielen verschiedenen Mustern und Farben. Um die Entscheidung zwischen zwei Designs zu erleichtern, werden oft Zweier- oder sogar Dreierpacks angeboten, die unterschiedliche Farben oder Motive aufweisen.

Außerdem gibt es diverse Hersteller, die unterschiedliche Designs anbieten. Beispielsweise gibt es folgende Marken:

  • Ergobaby
  • Alvi
  • Lekebaby
  • Swaddleme

Grundsätzlich richtet sich das Design nach deinem persönlichen Geschmack und sollte nicht im Vordergrund bei der Wahl eines Pucksacks stehen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Pucksack

Wie wird ein Pucksack angezogen?

Im Kontrast zu einem Pucktuch, lässt sich dein Baby mit einem Pucksack wesentlich einfacher pucken. Die aufgespreizten „Flügel“ des Pucksacks, deren Enden meist mit einem Klettverschluss versehen sind, machen die Handhabung auch für ungeübte Eltern spielend leicht.

Im Video siehst du, wie man ein Baby einfach puckt.

So geht’s:

  1. Breite den Pucksack auf der Wickelkomode oder einem anderen weichen Untergrund aus und öffne dabei die „Flügel“.
  2. Jetzt legst du dein Baby so auf den geöffneten Pucksack, dass sein Kopf ganz oben liegt und frei bleibt.
  3. Die Arme sollten auf Höhe der Flügel liegen.
  4. Die Beine kannst du nun in den Sack hinein heben.
  5. Lege die Arme deines Babys eng an seinen Körper und wickle nun die erste Seite (ohne Klettverschluss-Enden) um den Oberkörper herum.
  6. Diesen Schritt wiederholst du sofort auf der anderen Seite und fixierst die Flügel mit dem Klettverschluss.
  7. Fertig!

Welche Kleidung sollte mein Baby unter dem Pucksack tragen?

Viele Eltern stellen sich die Frage was sie ihrem Kind unter den Pucksack anziehen sollen, so dass es nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt für ihr Baby ist. Gerade im Sommer kann es schnell zu einer Überhitzung kommen, wenn dein Baby zu dick eingepackt wird und der Pucksack keinen atmungsaktiven Stoff hat.

Generell gilt es beim Schlafen die Zimmertemperatur, sofern möglich, auf ca. 16 Grad zu regulieren. Das heißt es sollte auf keinem Fall zu warm sein.

Im Sommer oder Hochsommer reicht es vollkommen aus, wenn dein Kind einen dünnen leichten Kurzarmbody aus Baumwolle trägt. Dazu sollte auch der Pucksack im Idealfall aus Baumwolle bestehen.

Im Winter, wenn die Zimmertemperatur doch kälter sein sollte als 16 Grad, bietet sich auch hier entweder ein kurzärmliger oder sogar langärmliger Body an. Dazu kann auch noch ein Schlafanzug kombiniert werden.

Auch im Winter sollte sowohl die Kleidung als auch der Pucksack optimalerweise aus Baumwolle bestehen, da so die Temperaturregelung am besten gewährleistet wird.

Außerdem sollten Neugeborene im Schlaf eine dünne Mütze anziehen, da über den Kopf am meisten Wärme verloren geht.

Um sicher zu gehen, ob du wirklich die richtige Kleidung für dein Kind gewählt hast, kannst du einfach nach dem Einschlafen im Nacken fühlen. Ist der Nacken nicht verschwitzt und fühlt sich auch nicht warm an, hast du alles richtig gemacht.

Wie nähe ich einen Pucksack?

Wer Spaß daran hat seinen Pucksack nach DIY-Art selbst zu machen und diesen ganz individuell gestalten möchte, der kann ohne großes Vorwissen den Pucksack nähen.

Achte unbedingt darauf, dass es sich bei der Nähanleitung tatsächlich um einen Pucksack zum engen Einwickeln des Babys handelt und nicht um einen Strampelsack oder Schlafsack. Denn häufig werden diese Begriffe vertauscht und missverstanden.

Die einzelnen Schritte sehen wie folgt aus:

  1. Schnittmuster ausschneiden und zusammenkleben
  2. Schnittmuster auf den ausgewählten Stoff (Jersey, Frotte etc.) übertragen und ausschneiden
  3. Saum nähen, damit der Stoff nicht ausfranzt.
  4. Auf rechts die beiden Stoffmuster zusammennähen
  5. Die Stoffkanten 1 cm nach innen falten und festnähen
  6. Zum Schluss die Klettbänder anbringen

Das Video zeigt dir noch einmal die genaue Nähanleitung für Anfänger.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.focus.de/familie/kindergesundheit/kind-in-zwangsjacke-gefaehrlicher-hype-pucken-erhoeht-das-risko-fuer-ploetzlichen-kindstod_id_5526381.html

[2] https://www.stoffe.de/naehanleitung-pucksack.html

Bildquelle: 123rf.com / 77297205

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