Hat dein Baby schon seit einem bis mehren Tagen keinen Stuhlgang mehr in seiner Windel und du fragst dich ob das noch normal ist? Fühlt es sich dabei unwohl und hat vielleicht sogar Schmerzen, oder geht es deinem Kind gut und es zeigt keine besonderen Symptome?

Sicher kennst du dein Kind am allerbesten und weißt genau, wie es seine Bedürfnisse ausdrückt, obwohl es noch nicht sprechen kann. Dieser Artikel hilft dir dabei weiter, Informationen und Anregungen zu finden, um die Verdauung deines Babys ganz individuell in Balance zu bringen.

Wie erkennst du eine Verstopfung bei deinem Baby?

Solange dein Baby ausgeglichen ist, sich wohl fühlt und du keine Bauchweh bei ihm bemerkst, ist normalerweise mit seiner Verdauung alles in Ordnung. Wichtig  ist, dass es täglich ausreichend  trinkt, genug Bewegung hat und seine Windel mindestens drei Mal pro Tag voll mit Urin ist.

Wann spricht man von Verstopfung bei Babys?

Nimmst du Unruhe und Verkrampfung beim Stuhlgang deines Kindes wahr, dann kann es unter Verstopfung leiden. Blähungen oder ein verhärteter Bauch sind weitere Hinweise dafür. Trockener Stuhl und Schmerzen beim Stuhlgang zeigen dir, dass eine Obstipation bei deinem Baby vorliegt.

Schmerzhafte Erfahrungen beim Stuhlgang können bei deinem Säugling auch Angst vor der Entleerung seines Darms verursachen. Instinktiv hält es dann, über einen möglicherweise längeren Zeitraum, seinen Stuhl zurück und er muss erst wieder sanft gelöst werden.

Die Verdauung jedes Babys gestaltet sich sehr individuell und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. (Quelle: AntoniaRusev; pixabay.com)

Welche Symptome zeigt dein Baby bei Verstopfung?

Durch vermehrtes, ärgerliches Weinen mit wiederholtem Anziehen der Beinchen kann dir dein Baby signalisieren, dass mit seiner Verdauung etwas nicht in Ordnung ist und ihm der Bauch weh tut. Vielleicht mag es auch nicht mehr so gerne essen und schiebt sein Fläschchen oder das Gläschen weg.

Tritt harter Stuhlgang bei deinem Baby auf und äußeren sich seine Verdauungsprobleme mit Schmerzen bei der Entleerung seines Darms, weisen dich diese Symptome auf eine Verstopfung hin. Auch ein wunder Po im Windelbereich kann zu schmerzhafter Verstopfung bei Babys führen.

Ist seltener Stuhlgang bei Säuglingen normal?

Weil dein Baby deine Muttermilch besonders gut verträgt,  ist es eher ungewöhnlich, dass es unter Verstopfung leidet.

Falls es doch einmal Probleme mit Babys Stuhl gibt, bieten sich dir verschiedenen Möglichkeiten, einer möglichen Verstopfung bei deinem Kind vorzubeugen. Dabei spielen die beiden Hauptfaktoren Ernährung und Stress bei deinem Baby eine zentrale Rolle.

Eine goldene Hebammenregel sagt, dass dein Baby zehn mal am Tag oder auch einmal in zehn Tagen Stuhlgang haben kann, wenn es gestillt wird.

Warum hat mein Baby Verstopfung?

Wenn du dein Baby stillst, kommt Verstopfung im Alter von unter 3 Monaten ganz selten vor. Muttermilch ist allgemeinen für dein Baby leichter verdaulich als Flaschennahrung.  Es gibt eine Vielzahl an Gründen, warum dein Baby Verstopfung haben könnte.

Die Ursache der Verstopfung kann zum Beispiel einfach nur eine zu enge Windel sein. Jedoch auch die Ernährung deines Säuglings und damit auch die Nahrungsumstellung haben einen großen Einfluss auf seine Verdauung. Ernährungsbedingung Obstipation tritt besonders bei der Umstellung vom Stillen zu fester oder Flaschennahrung auf.

Muttermilch ist allgemeinen für dein Baby leichter verdaulich als Flaschennahrung. (Quelle: badarsk / pixabay.com)

Welchen Einfluss haben Stressfaktoren auf die Verdauung deines Babys?

Verstopfung ist bei Babys normalerweise nicht ungewöhnlich. Sie tritt häufig im Kleinkindalter auf. Doch gerade auf psychische Ursachen, zum Bespiel bei Familienproblemen und kleineren oder größeren Umstellungen im Tagesablauf des Kindes, reagiert es besonders sensibel.

Diese Form von Stress spürt dein Baby häufig sehr intensiv. Es kann ihnen nicht ausweichen und kompensiert sie daher oft  mit Verstopfung. Sobald sich die Situation wieder entspannt und sich dein Kleinkind wieder sicher, ruhig und geborgen  fühlen kann, beginnt sich auch seine Verstopfung zu lösen.

Sind Verdauungsprobleme beim Säugling bei Nahrungsumstellung normal?

Säuglinge die gestillt werden entwickeln eine stabilere und gesündere Darmflora als Flaschenkinder. Solange sich dein Säugling auch bei einer Nahrungsumstellung wohl fühlt und zufrieden ist, kannst du beruhigt von einem Verdauungsprozess im normalen Bereich ausgehen.

Falls der Darm deines Baby aber während der Nahrungsumstellung zu wenig Flüssigkeit bekommt, kann sein Stuhl schnell zu hart werden. Oft ist die neue Nahrung auch nicht so leicht verdaulich, wie Muttermilch.  Hierdurch kommt es ebenfalls Irritationen der Verdauung deines Kindes.

In seltenen Fällen tritt eine Verstopfung bei Kindern immer wieder auf. Wie in einem Kreislauf leidet dein Baby dann jedes Mal unter Verstopfung und hat vielleicht auch Schmerzen bei der Verdauung. Im schlimmsten Fall tritt ständig Verstopfung auf und wird chronisch. Das kann die ganze Familie erheblich belasten.

Was kannst du tun wenn dein Baby Verstopfung hat?

Es wird dich möglicherweise erstaunen, aber windelfreie Kinder haben nichts mit Verstopfung zu tun. Sie können ihre Verdauungsfunktionen intuitiver und gelöster empfinden und werden leichter trocken. Natürlich ist es dir nicht immer möglich dein Baby auch mal ohne Windel zu lassen.

Darum kannst du einiges dafür tun, dass Babys Stuhl weich bleibt. Damit eine Verstopfung bei deinem Kind erst gar nicht auftritt, gibt es vielfältige, sanfte Methoden, die du anwenden kannst. Verdauungsfördernde Medikament für Säuglinge sollten jedoch  möglichst nicht dazu gehören.

Was hilft gegen Verstopfung bei Babys?

Verstopfung bei Neugeborenen löst sich leichter, wenn du einfühlsam auf die individuelle Bedürfnisse deines Babys eingehst.

Gerade wenn es sich nicht wohl fühlt und vielleicht Schmerzen hat, tut seiner Verdauung Ruhe, Geborgenheit, Wärme und Entspannung besonders gut.

Um die Verdauung deines Babys vorsichtig wieder in Gang zu bringen und ihm schnelle Hilfe gegen Bauchweh zu geben, stehen dir verschiedene, bewährte Hausmittel und natürliche Heilmittel zu Verfügung. Wenn du weißt, welche Mittel deinem Baby helfen, ist es entlastend, sie immer griffbereit zu haben.

Helfen Hausmittel gegen Verstopfung beim Säugling?

Verstopfung bei Säuglingen lässt sich besonders erfolgreich mit Hausmitteln bessern. Einige der Mittel kennst du bestimmt schon oder sie haben sich bei deinem Baby bereits bewährt. Hier liste ich dir die besten Hausmittel bei Darmträgheit deines Babys auf:

  • Muttermilch
  • Milchzucker
  • Leinsamen
  • Fencheltee
  • Pflaumenmuß
  • Pflaumensaft

Wieviel sollte dein Säugling bei Verstopfung trinken?

Die Menge die dein Baby täglich trinken sollte, um eine gesunde Verdauung zu behalten, richtet sich grundsätzlich nach seinem Bedarf. Nach einer Faustregel sollte dein Säugling ab der zweiten Lebenswoche bis zu seinem vierten Lebensmonat etwas ein sechstel seines Körpergewichts an Flüssigkeit zu sich nehmen.

Wieviel Flüssigkeit benötigt der Säugling für eine gute Verdauung?

BRECHUNG DER TRINKMENGE FÜR DEINEN SÄUGLING ODER DEIN KLEINKIND:
Gewicht Menge pro Tag
3300 g 500 mg
4000 g 660 mg
5000 g 833 mg
5500 g 916 mg
ab 6000 g bis 1000 mg

Was sollte dein Baby am besten für eine gute Verdauung trinken?

  • Muttermilch
  • Wasser
  • Tees
  • Verdünnte Gemüsesäfte
  • Verdünnte Fruchtsäfte

Welche Produkte gibt es besser nicht zur Ernährung des Babys bei Verstopfung?

No Gos in der Ernährung deines Babys bei Neigung zu Obstipation sind folgende stopfende Lebensmittel. Sie können eine verhängnisvollen Kreislauf an Verstopfungsymptomen bei deinem Baby auslösen:

  • Kakao
  • Schokolade und andere Süßigkeiten
  • Weißmehlprodukte
  • Fastfood
  • Bananen
  • Zu viel Karotten(saft)
  • Reis- oder Haferflocken zur Flasche

Was kann dein Baby essen, wenn es Verstopfung hat?

Es gibt viele Nahrungsmittel die deinem Baby bei Verstopfung gut tun. Falls dein Kleinkind Laktoseunverträglichkeit zeigt, kannst du ihm alternativ nach der Muttermilch auch Soja- oder Hafermilch geben. Besonders häufig reagiert das Baby mit Verstopfung, wenn du es mit Beikost fütterst.

Um einer Verstopfung bei deinem Kleinkind vorzubeugen gehören verschiedene Obst- und Gemüsesorten sowie bestimmte Cerealien zu den besten Lebensmittel gegen Verstopfung. Am besten wählst du Babynahrung nach ihrer Verträglichkeit für dein Baby aus.

Lebensmittel mit wenig Ballaststoffen oder viel Zucker belasten den Darm deines Babys nur. In der folgende Liste findest die besten Nahrungsmittel, die gegen Verstopfung bei deinem Kind wirksam sind und eine häufig auftretende Darmträgheit möglichst dauerhaft verhindern:

Was kannst du geben wenn dein Baby Verstopfung hat?

  • Broccoli
  • Birnen
  • Pfirsiche
  • Geschälte Äpfel
  • Gekochte Gerste
  • Hafer
  • Quinoa
  • Vollkornbrot
  • Haferkleie
  • Probiotische Joghurt

Damit eine Verstopfung bei deinem Kind erst gar nicht auftritt, gibt es vielfältige, sanfte Methoden, die du anwenden kannst. (Quelle: PublicDomainPictures / pixabay.com)

Hilft Bauchmassage bei Verstopfung deines Babys?

Neben einer gesunden Darmflora durch eine verdauungsfördernde Ernährung, entspannt Massage den Babybauch deines Babys besonders wirksam bei Koliken, Blähungen und Verstopfung.  Es ist für dich bestimmt schön zu sehen, wie sehr dein Säugling eine warme, sanfte Massage seines Bauchs und seiner Fußreflexzonen genießt.

Nach einem leichten Hin-und Herwiegen deines Babys in einem warmen Bad ist es wunderbar entspannend und wohltuend für dein Baby, wenn du im Uhrzeigersinn, vielleicht mit etwas Babyöl, ganz ruhig mit flacher Hand spiralenförmig über seinen Bauch streichst.

Weiter ist es bei Verstopfung sehr gut wirksam, wenn an den die Fußreflexzonen der beiden Babyfüßchen, über die ganze Fläche hinweg, sanft nach außen streichst. Damit massierst du die Verdauungsschwierigkeiten bei deinem Baby einfach weg und es schäft dabei vielleicht auch entspannt ein.

Welche Babynahrung ist bei Verstopfung für dein Baby gut?

Wenn du dein Baby nicht mehr weiter stillen kannst oder möchtest, entsteht häufig mit der Umstellung auf Babynahrung auch Verstopfung. Vielleicht war es für dich bisher auch gar nicht so einfach, die richtige Babynahrung nach dem Stillen für dein Kind zu finden, um Darmträgheit  zu verhindern.

In jedem Fall freut sich dein Baby jetzt, wenn es viel zuckerfreie Tees und verdünnte Obst- und Gemüsesäfte trinken kann. Probiotische Nahrungen hilft deinem Baby seine gesunde Darmflora zu erhalten und seltener eine Verstopfung zu entwickeln.

Mit welche Flaschenkost bekommt das Baby weichen Stuhlgang?

  • Milumil Pre
  • Aptamil Pre
  • Aptamil 1
  • HiPP 1 Bio Combiotik

Am besten fütterst du es nach Bedarf und erlaubst deinem Baby sein Fläschchen nicht leer zu trinken oder alles aus dem Gläschen auf zu essen, wenn es eigentlich schon satt ist. So behält es von Anfang an seinen natürlichen Hunger-Sättigungsgefühl ganz ohne zu verstopfen.

Verstopfung bei deinem Baby kann auch für dich und deinem Partner ganz schön anstregend sein. (Quelle: smpratt90 / pixabay.com)

Hilft Homöopathie bei Verstopfung bei Babys?

In der Homöopathie gib es verschiedene Mittel gegen Verstopfung für dein Baby. Die Auswahl der richtigen Globuli gegen die Verstopfung bei deinem Kind richtet sich individuell nach den speziellen Symptomen die sich durch die Verstopfung bei deinem Baby zeigen.

Wenn es deinem Baby schlecht geht, es Schmerzen und Anzeichen von Verstopfung hat, ist es in jedem Fall wichtig, dass du erst einmal zum Kinderarzt gehst und dein Kind genau untersuchen lässt, um alle Ursachen für die Beschwerden deines Babys abklären zu lassen.

Wann braucht dein Baby bei Verstopfung einen Besuch beim Kinderarzt?

Sobald dein Baby hat hartnäckige Verstopfung hat, sich nicht wohl fühlt und Schmerzen hat,  ist es besser wenn du den Kinderarzt fragst, was er dazu meint. Obstipation bei Kleinkindern kann auch ernster Gründe haben oder vielleicht chronisch sein.

Falls dein Baby ernsthafte Bauchschmerzen zeigt und du den Eindruck hast, dass es seinen Stuhl zurück hält, ist ebenfalls ein Besuch beim Kinderarzt angezeigt. Wenn deine Bemühungen und die Hausmittel die Verstopfung auch nach einigen Tagen nicht lösen, ist der Kinderarzt der richtige Ansprechpartner.

Ist es notwendig vor Medikamenteneinsatz beim Baby mit dem  Kinderarzt oder mit der Hebamme zu sprechen?

Eine normale Verstopfung lässt sich gut mit Entspannung und durch Hausmitteln lösen. Daher sind Abführmittel für Säuglinge nicht nötig. In hartnäckigen Fällen ist es besser, wenn du in jedem Fall vor Einsatz von Medikamenten bei deinem Baby mit dem Kinderarzt sprichst.

Welche Medikamente aus der Apotheke sind bei Verstopfung für das Baby gut?

Ob ein Medikament gut und richtig für deinen Säugling ist, kann nur der Kinderarzt entscheiden. Glyzerinzäpfchen, andere Zäpfchen gegen Verstopfung oder verdauungsfördernde Tropfen, können für dein Baby eine Soforthilfe bei sehr starker Obstipation bedeuten.

Für die Verschreibung von apothekenpflichtigen Medikamenten bei Verstopfung für dein Baby ist der Kinderarzt zuständig. Du hast dabei auch die Möglichkeit mit dem Kinderarzt über die weitere Behandlung deines Babys zu sprechen.

Verstopfung bei einem Baby ist nicht nur für Eltern ein sehr wichtiges, zentrales Thema, sondern auch für alle die mit Säuglingen und Kleinkindern zu tun haben. Ein natürlich gestilltes Baby, welches sich ausreichend bewegt, und auch mal ohne Windel sein darf, kennt keine Verstopfung.

Erst durch Umstellung der Ernährung von der Muttermilch auf Beikost oder Babyfertignahrung,  können Symptome von Verstopfung auftreten. Ursache dafür ist die Ernährung und der Belastung des Babys durch die Erfahrung von psychisch belastenden Situationen in seinem Lebensalltag.

Sehr effektiv helfen gegen Verstopfung beim Säugling und Kleinkind verschiedene Hausmittel, Massagen und alternative Heilmittel, wie die Homöopathie. Auch Ruhe, Geborgenheit und eine ausgewogene Ernährung mit viel Bewegung halten die Verdauung des Babys fit.

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Redaktion

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