Muttermilch Aufbewahrung: Die wichtigsten Infos & Tipps zur Aufbewahrung

Muttermilch Aufbewahrung
Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2020

Eine Schwangerschaft stellt für viele Frauen das Leben auf den Kopf. Wenn dein Kind gerade geboren wurde, fordert dies viel Zeit und Hingabe. Insbesondere in den ersten Wochen sind frischgebackene Mütter hauptsächlich mit dem Stillen beschäftigt.

Doch was kannst du tun, wenn du dein Baby stets mit Muttermilch versorgen möchtest aber auch noch anderen Pflichten nachgehen musst? In diesem Fall pumpen viele Mütter ihre Muttermilch ab und bewahren diese auf. So kann dein Kind auch von anderen Personen, wie dem Vater oder Freunden, gefüttert werden.

Für die Aufbewahrung eignen sich verschiedene Behälter. Je nach Lagerungsort und Temperaturen kannst du Glasgefäße, Kunststoffgefäße, Muttermilchflaschen oder Muttermilchbeutel verwenden. Für eine kurze Lagerung kannst du die Muttermilch bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank aufbewahren. Wenn du die Muttermilch erst nach etwa einer Woche benutzen möchtest, kannst du sie auch einfrieren.

In diesem Artikel erklären wir dir, worauf du bei der Aufbewahrung von Muttermilch achten musst. Wir bieten dir nützliche Informationen und Tipps, wie du die Muttermilch sicher und hygienisch aufbewahren kannst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn du dein Kind das erste halbe Jahr nur mit Muttermilch füttern möchtest, aber nicht immer Zeit zum Stillen hast, kannst du Muttermilch aufbewahren. Dadurch kann das Füttern auch von anderen Personen übernommen werden.
  • Du kannst Muttermilch bei verschiedenen Temperaturen lagern. Für eine Lagerungszeit von maximal 6 Stunden reicht die Aufbewahrung bei Zimmertemperatur. Für eine längere Haltbarkeit eignet sich der Kühlschrank oder der Gefrierschrank.
  • Du kannst Muttermilch in verschiedenen Behältern aufbewahren. Hierbei kannst du zwischen Glasgefäßen, Kunststoffgefäßen, Muttermilchflaschen und Muttermilchbeuteln wählen.

Hintergründe: Was du über die Aufbewahrung von Muttermilch wissen solltest

Wenn du als Mutter dein Baby stillen möchtest, ist eine regelmäßige Verabreichung von Muttermilch unablässig. Gelegentlich kann es zu kurzen Trennungszeiten kommen. In solchen Fällen ist es praktisch, wenn du zuvor ein wenig Muttermilch abgepumpt und aufbewahrt hast. So kann dein Baby problemlos während deiner Abwesenheit von Vater oder Freunden gefüttert werden.

In dem folgenden Teil stellen wir dir die Fragen vor, die am häufigsten zu diesem Thema gestellt werden. Wir hoffen, dir damit mehr Informationen zu bieten und du die Aufbewahrung als angenehme Ergänzung zum Stillen verwenden kannst.

Wann sollte ich Muttermilch aufbewahren?

Viele Frauen stillen ihr Baby die ersten 6 Monate. Vor allem in den ersten Wochen ist die Mutter hauptsächlich mit dem Stillen beschäftigt. Trotzdem kann es Zeiten geben, in denen die Mutter nicht da ist, wenn der Säugling Hunger hat. Dies kann verschiedene Gründe haben.

Manche Mütter sind berufstätig, wollen Termine wahrnehmen oder brauchen schlichtweg ein bisschen Schlaf. Manchmal kann es auch vorkommen, dass du als Mutter eine OP hast und Medikamente einnehmen musst, wodurch die Muttermilch nicht mehr verträglich ist.

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Viele Mütter stillen ihr Baby die ersten 6 Monate. Die Aufbewahrung von Muttermilch ermöglicht eine permanente Versorgung mit Muttermilch trotz Abwesenheit.
(Bildquelle: Unsplash / Luiza Braun)

Wenn dies absehbar ist, pumpst du im Voraus ein wenig Muttermilch ab und bewahrst diese hygienisch auf. So kann dein Kind trotz deiner Abwesenheit mit Muttermilch gefüttert werden.

Wie und worin kann ich Muttermilch aufbewahren?

Du kannst Muttermilch am besten direkt nach dem Stillen abpumpen. Hierfür kannst du verschiedene Milchpumpen verwenden. Wir empfehlen dir, die Muttermilch beim Abpumpen direkt in deinem Aufbewahrungsbehälter aufzufangen.

Du solltest Muttermilch in verschließbaren Glasgefäßen oder Kunststoffgefäßen aus Polypropylen (PP) aufbewahren. Zudem gibt es spezielle Muttermilchflaschen und Muttermilchbeutel aus Polyethylen (PE), die ebenfalls für die Aufbewahrung geeignet sind.

Du solltest auf keinen Fall normale Eisbeutel oder Tiefkühlbeutel benutzen, da diese nicht vorsterilisiert sind. Zudem raten wir dir von Gefäßen aus Hartplastik bzw. Polycarbonat ab, da diese Bisphenol A enthalten. Aktuell wird kritisiert, dass Bisphenol A eine hormonelle Anreicherung im Organismus bewirken könnte. (1)

Wie lange kann ich Muttermilch aufbewahren?

Du kannst Muttermilch unterschiedlich lange aufbewahren. Dies ist davon abhängig, wie du die Milch lagerst. Wenn du die Muttermilch einfrierst, ist sie deutlich länger haltbar als im Kühlschrank. Du kannst die Muttermilch aber auch bei Zimmertemperatur aufbewahren. Allerdings ist dann die Lagerungszeit am kürzesten.

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Bevor du Milch abpumpst, solltest du daher wissen, wann diese benutzt wird.

Eine Lagerung bei Zimmertemperatur ergibt nur Sinn bei einer kurzen Abwesenheit von etwa 4 Stunden. Wenn dein Kind dann Hunger bekommt, kann es problemlos versorgt werden.

Wenn du in den nächsten drei Tagen zwischendurch keine Zeit zum stillen hast, ist eine Lagerung im Kühlschrank sinnvoll. Das Einfrieren von Muttermilch kommt dann infrage, wenn du es erst nach etwa einer Woche oder später benutzen willst.

Weitere Informationen zu den Haltbarkeitszeiten während der verschiedenen Lagerungen, findest du weiter unten.

Kann ich Muttermilch bei Zimmertemperatur aufbewahren?

Ja, du kannst Muttermilch auch bei Zimmertemperatur aufbewahren. Im Idealfall ist deine Zimmertemperatur bei etwa 21°C. Dann kannst du die Muttermilch für etwa 6 bis 8 Stunden aufbewahren. Bei deutlich höheren Zimmertemperaturen von etwa 25°C bis 29°C empfehlen wir dir, die Milch innerhalb von vier Stunden zu verfüttern. (2)

Die Aufbewahrung bei Zimmertemperatur ist somit nur sinnvoll, wenn die Muttermilch innerhalb der nächsten Stunden verbraucht werden soll.

Kann ich Muttermilch einfrieren?

Das Einfrieren von Muttermilch ist ebenfalls möglich und vor allem dann praktisch, wenn du sie erst in ein paar Wochen verwenden möchtest. Durch das Einfrieren ist die Muttermilch etwa bis zu 6 Monate haltbar. (2)

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Wusstest du, dass Muttermilch nach dem Auftauen anders riechen kann?

Es ist ganz normal, dass gekühlte oder aufgetaute Muttermilch anders riecht. Durch das Enzym Lipase werden Fette gespaltet und Fettsäuren freigesetzt. Dadurch wird verhindert, dass sich schädliche Bakterien vermehren. Du kannst die Muttermilch also trotzdem problemlos verwenden. (2)

Der einzige Nachteil ist, dass du die eingefrorene Milch vorher rechtzeitig auftauen musst. Am besten kannst du einen Tag vor der Nutzung den Behälter in den Kühlschrank stellen. So taut die Milch langsam auf und bleibt gleichzeitig gekühlt. Wenn es schneller gehen soll, kannst du die Milch vorsichtig in einem Wasserbad erwärmen.

Wie kann ich aufbewahrte Muttermilch erwärmen?

Wir empfehlen dir aufbewahrte Muttermilch in einem Wasserbad vorsichtig zu erwärmen. Du solltest auf keinen Fall die Mikrowelle benutzen.

Du solltest Muttermilch nie in der Mikrowelle erwärmen.

In der Mikrowelle wird die Milch schnell überhitzt und gefährdet die Einnahme. Alternativ zum Wasserbad gibt es auch spezielle Flaschenwärmer, die die Milch passend erwärmen. (3)

Zum Füttern bevorzugen die meisten Babys eine Temperatur von etwa 37°C, da dies ungefähr der Körpertemperatur entspricht. Du kannst die Muttermilch aber auch bei einer Temperatur von etwa 21°C verfüttern. Die Muttermilch sollte jedoch nie heißer als 40°C sein.

Wie oft kann ich aufbewahrte Muttermilch erwärmen?

Wenn du die aufbewahrte Muttermilch einmal erwärmt hast, musst du sie unbedingt direkt verfüttern. Es ist nicht möglich sie danach weiterzulagern oder erneut einzufrieren.

Kann ich abgepumpte Muttermilch von verschiedenen Tagen mischen und so aufbewahren?

Prinzipiell kannst du auch kleine Mengen frisch abgepumpter Muttermilch mit bereits abgepumpter Muttermilch vermischen. Jedoch muss die frische Muttermilch dafür bereits gekühlt sein. Du solltest auf keinen Fall frische Muttermilch, die noch Körpertemperatur hat, mit gekühlter Muttermilch mischen.

Das Gleiche gilt für Muttermilch, die bereits eingefroren wurde. Du kannst nur frische Muttermilch, die bereits gekühlt wurde zu der gefrorenen hinzufügen.

Welche Temperatur muss Muttermilch bei der Aufbewahrung und beim Füttern haben?

Du kannst die Muttermilch bei verschiedenen Temperaturen aufbewahren. Dies ist davon abhängig, ob du sie zeitnah verfüttern möchtest oder für längere Zeit aufbewahrst.

Wenn du die Muttermilch zeitnah füttern möchtest und sie bei Zimmertemperatur lagerst, sollte die Temperatur etwa 21°C betragen. Diese kann jedoch je nach Land und Jahreszeit auch höher ausfallen. Dadurch wird lediglich die Zeit der möglichen Einnahme verkürzt.

Bei der Lagerung im Kühlschrank herrscht etwa eine Temperatur von 4°C oder weniger. In diesem Fall kannst du die Milch etwa 4 bis 8 Tage lagern.

Wenn du die Muttermilch einfrierst, empfehlen wir dir die Benutzung einer Tiefkühltruhe oder Tiefkühlschrank, damit du konstant eine Temperatur von etwa -18°C oder niedriger hast. So kann eine Lagerung von bis zu 6 Monaten ermöglicht werden.

Zum Füttern gibt es keine perfekte Temperatur der Muttermilch. Viele Babys bevorzugen eine Temperatur von ungefähr 37°C, da dies der Körpertemperatur entspricht. Dadurch ähnelt es dem Prozess des Stillens und wird meist schneller von deinem Baby akzeptiert. Du kannst die Muttermilch aber auch etwas kühler verabreichen. Wenn du sie beispielsweise bei Zimmertemperatur gelagert hast, kannst du sie auch direkt verfüttern. (3)

Wenn du dich dafür entscheidest die Muttermilch zu erwärmen, kannst du die gekühlte oder gefrorene Milch vorsichtig in einem Wasserbad oder mithilfe eines Flaschenwärmers erwärmen. Ganz wichtig: Nur erwärmen und nicht erhitzen!

Wie fütter ich am besten die aufbewahrte Muttermilch?

Du kannst die aufbewahrte Muttermilch am besten mit einer Flasche verfüttern. Hierfür eignen sich die normalen Babyflaschen mit Sauger. Solange dein Kind noch keine 7 Monate alt ist und gestillt und gefüttert wird, solltest du eine Flasche der Größe 1 benutzen.

Bitte beachte, dass die Flasche oder dein Behälter vor jeder Aufbewahrung sterilisiert sein muss.

Somit lohnt es sich die abgepumpte Muttermilch direkt in einer Muttermilchflasche aufzubewahren. So kannst du sie entweder direkt (Lagerung bei Zimmertemperatur) oder nach kurzer Erwärmung verfüttern. Es gibt auch passende Flaschenwärmer, wodurch du dir lästiges Umschütten der Milch sparen kannst.

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Die aufbewahrte Muttermilch kann problemlos mit einer Flasche verfüttert werden. So kann das Füttern auch von Vater, Freunden oder Familie übernommen werden.
(Bildquelle: Unsplash / Rainier Ridao)

Kann ich Muttermilch auf Vorrat aufbewahren?

Du kannst die Muttermilch auch auf Vorrat aufbewahren. In solchen Fällen solltest du die Behälter unbedingt beschriften, um sicherzugehen, dass die “älteste” Muttermilch zuerst verfüttert wird. Jedoch solltest du beachten, dass du nicht ständig mehr abpumpst. Wenn du nämlich zusätzlich zum Stillen Muttermilch abpumpst, signalisierst du deinem Körper, dass du mehr Milch produzieren musst.

Kann ich durch Abpumpen die Milchmenge steigern zum Aufbewahren?

Manche Mütter produzieren nicht genug Muttermilch zum Stillen. Dies hängt teilweise damit zusammen, dass die Brust nicht vollständig entleert wird. Das Abpumpen kann dann helfen, die Brust vollständig zu entleeren, sodass wieder genug nachproduziert wird. Oft wird in diesem Zusammenhang auch mit “Powerpumpen” geworben.

Eine Studiengruppe um J. Morton fand heraus, dass eine Kombination aus elektrischem und manuellem Abpumpen per Hand die Milchproduktion steigern kann. Dies sei vor allem hilfreich bei Müttern von Frühgeborenen. Die frühgeborenen Babys sind oft zu schwach um gestillt zu werden. Daher sind sie auf abgepumpte Muttermilch angewiesen. (4)

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Du solltest dich unbedingt von einer Hebamme beraten lassen, ob du genügend Milch für dein Kind produziert.

Wenn diese feststellt, dass du zu wenig produzierst, kann das Abpumpen tatsächlich dabei helfen, die Milchmenge zu steigern.

In der Regel ist dies aber nicht notwendig und ein Abpumpen nur für Fälle der Abwesenheit oder bei Frühgeborenen sinnvoll.

Wie viel Milch kann ich abpumpen und aufbewahren?

Wir empfehlen dir in einem Behälter ungefähr die Menge aufzubewahren, die dein Kind pro Mahlzeit trinkt. Der durchschnittliche Säugling trinkt etwa zwischen 54 und 234 ml während einer Mahlzeit. Meistens trinkt dein Kind an beiden Brüsten, wobei eine häufig mehr Muttermilch produziert. (5)

Wir empfehlen dir anfangs einen Behälter mit etwa 60 ml abgepumpter Muttermilch zu füllen. So kannst du beim ersten Füttern beobachten, ob diese Menge reicht und es dementsprechend für das nächste Mal anpassen.

Kann ich stillen und aufbewahrte Muttermilch geben?

Ja, du kannst problemlos aufbewahrte Muttermilch als Ergänzung zum Stillen verwenden. Manchmal ist es nicht möglich, dass die Mutter durchgehend bei ihrem Kind ist. Für solche Fälle der Abwesenheit ist die aufbewahrte Muttermilch besonders praktisch, da sie von allen verfüttert werden kann.

Allgemein gilt, dass die frische Muttermilch die beste Qualität aufweist. Dies hängt damit zusammen, dass frische Muttermilch die besten antibakteriellen Eigenschaften hat. Zudem enthält die frische Muttermilch mehr Antioxidantien, Vitamine und Fett als die gekühlte oder gefrorene Milch. Trotzdem gehen durch eine Lagerung im Kühlschrank oder Gefrierfach keine wertvollen Stoffe verloren und du kannst sie problemlos als Ersatz verwenden. (6)

Muttermilch Aufbewahrung: Die wichtigsten Infos & Tipps zur Aufbewahrung von Muttermilch

Wenn du dein Kind stillst und es regelmäßig mit Muttermilch versorgen möchtest, nimmt dies sehr viel Zeit in Anspruch. Viele Frauen schaffen es zeitlich nicht ihr Baby alleine zu versorgen. Teilweise geht die Frau arbeiten, möchte Termine wahrnehmen oder einfach ein wenig Schlaf nachholen.

Für solche Fälle ist es praktisch ein wenig aufbewahrte Muttermilch Zuhause zu haben. So ist die Verpflegung nicht an die Mutter gebunden, sondern kann auch vom Vater oder von Freunden übernommen werden. Insbesondere wenn du solche Abwesenheiten im Vorfeld planen kannst, lohnt es sich rechtzeitig genügend Milch abzupumpen.

Im folgenden Teil geben wir dir weitere Informationen zu den Themen Haltbarkeit und Lagerung der Muttermilch.

Muttermilch Haltbarkeit

Um Muttermilch aufzubewahren, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Lagerung. Wir unterscheiden zwischen der ungekühlten, gekühlten und tiefgefrorenen Lagerung. Diese Arten der Lagerung finden bei verschiedenen Temperaturen statt. Aus diesem Grund fällt auch die Haltbarkeit sehr unterschiedlich aus. Zusammengefasst gilt, dass die niedrigsten Temperaturen die längste Lagerung ermöglichen.

Aufbewahrungsort Temperatur in °C Maximale Lagerungszeit(2)
Zimmertemperatur 16-29°C 4 Stunden, teilweise 6-8 Stunden
Kühlschrank +4°C oder weniger 4 Tage, teilweise 5-8 Tage
Gefrierschrank ca. -18°C 6 Monate, teilweise 12 Monate

Ungekühlt

Wir sprechen von einer ungekühlten Lagerung, wenn die Muttermilch bei Zimmertemperatur gelagert wird. Die Zimmertemperatur beträgt meistens um die 21°C. Diese kann je nach Land und Jahreszeit aber auch höher ausfallen.

Bei 21°C und sehr hygienischen Bedingungen, kannst du die Muttermilch maximal 6-8 Stunden lagern. Ab einer Temperatur von etwa 25°C, empfehlen wir dir die Muttermilch maximal 4 Stunden zu lagern. Somit eignet sich diese Variante nur für einen sehr baldigen Verzehr. (2)

Gekühlt

Wir sprechen von einer gekühlten Lagerung, wenn die Muttermilch im Kühlschrank aufbewahrt wird. Dieser sollte ungefähr eine Temperatur von 4°C haben. Kühlere Temperaturen sind natürlich auch kein Problem.

Bei der Lagerung im Kühlschrank sollte die Muttermilch auf keinen Fall in der Tür aufbewahrt werden. Da die Tür ständig geöffnet wird, variiert dort die Temperatur am stärksten und gefährdet die konstante Kühlung. Am besten kannst du die Muttermilch im hinteren Bereich des Kühlschranks oberhalb des Gemüsefachs aufbewahren.

Zudem solltest du die Muttermilch unmittelbar nach dem Abpumpen in den Kühlschrank stellen. Nur so kann eine längere Aufbewahrung ermöglicht werden. Wir empfehlen dir, die Muttermilch aus dem Kühlschrank nach etwa 4 Tagen Lagerung zu verbrauchen. Unter besonders hygienischen Bedingungen kannst du die Muttermilch maximal 5-8 Tage im Kühlschrank lagern. (2, 3)

Tiefgefroren

Wir sprechen von einer tiefgefrorenen Lagerung, wenn du die Muttermilch in einem Tiefkühlschrank oder einer Tiefkühltruhe einfrierst. Diese sollten eine Temperatur von etwa -18°C aufweisen. Wenn der Gefrierschrank konstant diese Temperatur aufweist, ist eine Lagerung von 6 Monaten möglich. Teilweise ist sogar eine Lagerung von bis zu 12 Monaten möglich, jedoch empfehlen wir dir die Milch innerhalb von 6 Monaten zu verwenden. (2)

Stelle sicher, dass du nur Behälter verwendest, die für das Einfrieren geeignet sind.

Wir empfehlen dir, die Behälter nur zu etwa drei Viertel zu befüllen, da sich die Milch während des Einfrierens ausdehnt. Zudem solltest du die Behälter möglichst weit hinten lagern, mit Abstand zu den Wänden. So vermeidest du mögliche Temperaturschwankungen.

Muttermilch Aufbewahrungsbehälter

Je nach Lagerungsart empfehlen wir dir verschiedene Aufbewahrungsbehälter zu verwenden. So musst du beispielsweise beim Einfrieren beachten, dass Glasgefäße bersten könnten. Dagegen sind Muttermilchflaschen und Glasgefäße besonders praktisch für die Lagerung im Kühlschrank.

In den folgenden Abschnitten stellen wir dir verschiedene Aufbewahrungsbehälter vor, die du für die Aufbewahrung von Muttermilch benutzen kannst.

Glasgefäß

Glasgefäße erfreuen sich großer Beliebtheit bezüglich der Aufbewahrung von Muttermilch. Glas ist ein Material, das keine Schadstoffe enthält. Somit ist die Gesundheit deines Kindes nicht gefährdet. Es kann leicht gereinigt und sterilisiert werden. Zudem ist es besonders umweltfreundlich und kann mehrfach verwendet werden.

Hierbei solltest du lediglich beachten, dass manche Glasgefäße nicht für das Einfrieren geeignet sind. Die niedrigen Temperaturen können schnell dazu führen, dass das Glas zerbricht. Daher solltest du vorher wissen, ob dir eine Lagerung im Kühlschrank genügt. Wenn du eine sehr lange Lagerung durch Einfrieren bevorzugst, solltest du andere Behälter in Betracht ziehen.

Kunststoffgefäß

Für die Aufbewahrung von Muttermilch eignen sich Kunststoffgefäße aus Polypropylen (PP). Du solltest unbedingt darauf achten, dass das Kunststoffgefäß nicht aus Polycarbonat (PC) besteht. Polycarbonat steht seit längerer Zeit in der Kritik, da es Bisphenol A enthält. Bisphenol A soll zu hormonellen Anreicherungen im Organismus führen und ist daher stark kritisiert in Bezug auf Babynahrung. (1)

Kunststoffgefäße bieten dir den Vorteil, dass sie eingefroren werden können und nicht zerbersten können.

Muttermilchflasche

Eine der beliebtesten Aufbewahrungsbehälter ist die Muttermilchflasche. Diese ist vor allem sinnvoll bei der Lagerung bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank. Du kannst die Flasche direkt zum Füttern verwenden und sparst dir lästiges Umschütten der Muttermilch.

Wenn du die Muttermilch etwas wärmer haben möchtest, kannst du sie zudem schnell mit einem Flaschenwärmer erwärmen.

Muttermilchbeutel

Eine weitere Alternative ist die Aufbewahrung von Muttermilch in speziellen Muttermilchbeuteln.

Muttermilchbeutel sind besonders praktisch zum Einfrieren, da sie dehnbar und platzsparend sind.

Diese bieten den Vorteil einer platzsparenden Aufbewahrung. Muttermilchbeutel werden vor allem für das Einfrieren verwendet, da sie kaum Platz einnehmen und flexibel überall im Gefrierschrank reinpassen.

Hierbei solltest du beachten, dass die Beutel aus Polyethylen (PE) bestehen. Du solltest auf keinen Fall normale Eisbeutel oder Tiefkühlbeutel verwenden, da diese nicht vorsterilisiert sind.

Fazit

Viele Mütter möchten gerne ihr Baby das erste halbe Jahr mit Muttermilch füttern. Manche Mütter können aber nicht rund um die Uhr zum Stillen da sein. Für diese Fälle der Abwesenheit ist es sinnvoll, Muttermilch abzupumpen und diese hygienisch aufzubewahren.

So kann dein Kind auch problemlos vom Vater, Freunden oder Familienmitgliedern gefüttert werden. Für viele Mütter ist die Möglichkeit der Aufbewahrung sehr entlastend und ermöglicht es ihnen auch anderen Tätigkeiten nachzukommen.

Du kannst die Muttermilch in verschiedenen Behältern aufbewahren. Infrage kommen Glasgefäße, Kunststoffgefäße, Muttermilchflaschen und Muttermilchbeutel. Du solltest immer darauf achten, aus welchen Materialien die Behälter hergestellt wurden und ob diese Auswirkungen auf die Gesundheit deines Kindes haben könnten.

Zudem kannst du die Muttermilch bei verschiedenen Temperaturen aufbewahren. Dies solltest du davon abhängig machen, wie lange du die Muttermilch lagern möchtest. Du kannst sie entweder bei Zimmertemperatur, im Kühlschrank oder im Gefrierschrank aufbewahren. Je kälter die Temperatur, desto länger kannst du die Muttermilch aufbewahren.

Bildquelle: Ilyukhin/ 123rf.com

Einzelnachweise (6)

1. Kubwabo, C., Kosarac, I., Stewart, B., Gauthier, B. R., Lalonde, K., & Lalonde, P. J. (2009). Migration of bisphenol A from plastic baby bottles, baby bottle liners and reusable polycarbonate drinking bottles. Food additives & contaminants. Part A, Chemistry, analysis, control, exposure & risk assessment, 26(6), 928–937.
Quelle

2. Eglash, A., Simon, L., & The Academy of Breastfeeding Medicine (2017). ABM clinical protocol #8: human milk storage information for home use for full-term infants. Breastfeed Medicine Volume 12.
Quelle

3. Office on Women’s Health. Pumping and storing breastmilk (2018).[Internet]. Silver Spring, MD, USA: US Department of Health and Human Services.
Quelle

4. Morton, J., Hall, J. Y., Wong, R. J., Thairu, L., Benitz, W. E., & Rhine, W. D. (2009). Combining hand techniques with electric pumping increases milk production in mothers of preterm infants. Journal of perinatology : official journal of the California Perinatal Association, 29(11), 757–764.
Quelle

5. Kent, J. C., Mitoulas, L. R., Cregan, M. D., Ramsay, D. T., Doherty, D. A., & Hartmann, P. E. (2006). Volume and frequency of breastfeedings and fat content of breast milk throughout the day. Pediatrics, 117(3), e387–e395.
Quelle

6. García-Lara, N. R., Escuder-Vieco, D., García-Algar, O., De la Cruz, J., Lora, D., & Pallás-Alonso, C. (2012). Effect of freezing time on macronutrients and energy content of breastmilk. Breastfeeding medicine : the official journal of the Academy of Breastfeeding Medicine, 7(4), 295–301.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Wissenschaftliche Studie
Kubwabo, C., Kosarac, I., Stewart, B., Gauthier, B. R., Lalonde, K., & Lalonde, P. J. (2009). Migration of bisphenol A from plastic baby bottles, baby bottle liners and reusable polycarbonate drinking bottles. Food additives & contaminants. Part A, Chemistry, analysis, control, exposure & risk assessment, 26(6), 928–937.
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Wissenschaftliche Studie
Eglash, A., Simon, L., & The Academy of Breastfeeding Medicine (2017). ABM clinical protocol #8: human milk storage information for home use for full-term infants. Breastfeed Medicine Volume 12.
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Wissenschaftlicher Artikel
Office on Women’s Health. Pumping and storing breastmilk (2018).[Internet]. Silver Spring, MD, USA: US Department of Health and Human Services.
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Wissenschaftliche Studie
Morton, J., Hall, J. Y., Wong, R. J., Thairu, L., Benitz, W. E., & Rhine, W. D. (2009). Combining hand techniques with electric pumping increases milk production in mothers of preterm infants. Journal of perinatology : official journal of the California Perinatal Association, 29(11), 757–764.
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Wissenschaftliche Studie
Kent, J. C., Mitoulas, L. R., Cregan, M. D., Ramsay, D. T., Doherty, D. A., & Hartmann, P. E. (2006). Volume and frequency of breastfeedings and fat content of breast milk throughout the day. Pediatrics, 117(3), e387–e395.
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Wissenschaftliche Studie
García-Lara, N. R., Escuder-Vieco, D., García-Algar, O., De la Cruz, J., Lora, D., & Pallás-Alonso, C. (2012). Effect of freezing time on macronutrients and energy content of breastmilk. Breastfeeding medicine : the official journal of the Academy of Breastfeeding Medicine, 7(4), 295–301.
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